EX-SEKTENCHEF:
"SCIENTOLOGY IST SCHWINDEL"
- Ein ehemaliger Sektenchef packt aus
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- Etwa 500 Mitglieder zählt Scientology (Infos: siehe Kasten) nach
Angaben von Aussteigern in Österreich. 70 Prozent davon leben im
Großraum Wien. Wilfried Handl, der der Sekte 28 Jahre lang angehörte,
und dieser von 1979 bis 1982 sogar vorstand, hat mit der
"Pseudo-Religion" (so Handls Definition) abgeschlossen.
Seine Erlebnisse schrieb der ehemalige Krebspatient im Buch
"Scientology: Wahn und Wirklichkeit" nieder und bietet
Ausstiegswilligen
in einem Verein (Tel.: 0664/55 32 500) Hilfe an.
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- Im Gespräch mit der "Presse" erklärt Handl, dass Scientology illegale
Praktiken nicht nachzuweisen seien. "Aber die gesetzlichen Grauzonen
werden bis ins letzte Detail ausgenutzt." Dabei sei Scientology nicht
einmal eine Kirche (obwohl man sich als eine solche bezeichnet; Anm.),
sondern "nur" ein weltweit operierendes Milliardenunternehmen.
- "Das ist
Etikettenschwindel pur."
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- Im Kontakt mit potenziellen Neumitgliedern
würden durch geschickte Gehirnwäsche Bedürfnisse zur
Persönlichkeits- veränderung geweckt, die gar nicht vorhanden wären.
Scientology biete dann mit teuren Kursen und Büchern die vermeintliche
Lösung. In diesem Zustand der psychischen Abhängigkeit wurde auch Handl
um etwa 140.000 Euro "erleichtert".
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- "Natürlich muss ich mir nun der
Vorwurf gefallen lassen, selbst als Idiot dazustehen." Tragisch würde
es
dann, wenn Menschen in Notsituation ausgenutzt werden. Handls Bruder
Herbert etwa sei - wenn er nur die passenden Kurse besuche - die Lösung
seines Alkoholproblems versprochen worden. 15'000 Euro und mehrere
Seminare später ging ihm das Geld aus. Die Trunksucht blieb.
Scientology Österreich hat Handl zur "Unterdrückerischen Person"
erklärt.
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- Sprecherin Angelika Thonauer: "Vielleicht versucht er nur, die
Medien auszunützen, damit er mit seinem Buch ein bisschen Geld
verdienen
kann."
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