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UNDERCOVER BEI SCIENTOLOGY Bedrängt und vereinnahmt: stern-Mitarbeiter Fredy Gareis, der sich zum Schein anwerben liess, beschreibt ein System au Druck, Beispitzelung und Abzocke Fünf Monate lang recherchierte der Journalist Fredy Gareis verdeckt bei Scientology (Stern - 14.05.2008)
Undercover bei Scientology von Fredy Gareis (Stern - 15.05.2008) Von Xenu und Thetanen: Verfassungsfeindliche Ziele (Stern - 15.05.2008)
Bibliography (Stern - 15.05.2008)
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Deutsche Scientology-Zentrale: Berlin läuft angeblich zehnmal besser als geplant © dpa / Picture-Alliance Fünf Monate lang recherchierte der Journalist Fredy Gareis verdeckt bei Scientology. Ob auf Partys oder in den Drill-Kursen: Die versteckte Kamera war immer dabei. Im Interview mit stern TV erklärt Gareis, warum Deutschland für die Scientologen das wichtigste Operationsgebiet ist. Herr Gareis, vor einigen Wochen haben Sie Scientology wieder verlassen. Akzeptiert die Sekte Ihren Ausstieg ? Überhaupt nicht. Ich bekomme noch immer täglich Anrufe. Das ist wie beim Angeln, mal geben sie etwas mehr Schnur und sind ganz verständnisvoll und freundlich. Und dann erhöhen sie wieder den Druck und die Frequenz der Anrufe. Was will Scientology noch von Ihnen ? Ich soll unbedingt noch einmal in der Zentrale in Berlin vorbeischauen. Dort hofft man, mich doch noch umdrehen zu können. Inzwischen gehe ich aber nicht mehr an mein Telefon. Scientology soll an Deutschland das größte Interesse haben. Intern wird gesagt: "Wenn wir Berlin knacken, dann schaffen wir es überall." Hier ist man besonders ambitioniert. Deutschland gilt als das schwierigste Umfeld für die Sekte, nirgends gibt es größeren Gegenwind. Deshalb ist für Scientology ein Erfolg hierzulande auch wichtiger als in jedem anderen Land, das hätte einen enormen symbolischen Wert für die Organisation. Ende März stieg in Berlin eine große Party mit rund 250 Scientologen. Stimmt es, dass keine andere europäische Niederlassung so viel Zulauf wie Berlin hat ? Da bin ich mir nicht sicher. Das kann auch Propaganda nach innen sein, um die Mitglieder zu motivieren. Die Kursräume, in die ich einen Blick werfen konnte, waren nie voll. Allerdings habe ich einige Neu-Mitglieder gesehen. Erschreckend war, wie viele Kinder in der Zentrale herumliefen. Richtig unheimlich fand ich es, wenn die Acht- bis Zehnjährigen dort an diese E-Meter angeschlossen und ausgefragt wurden. Was ist die wichtigste Rekrutierungsmethode für Scientology ? Extrem wichtig sind die Stände auf der Straße. Dort werden an einem Tag bis zu 200 Kontakte gemacht, d.h. die bringen 200 Menschen täglich dazu, einen sogenannten Stresstest zu machen und Adressen zu hinterlassen. Gibt es eine bestimmte Klientel, die auf diese Masche hereinfällt ? Es wäre ein großer Fehler zu glauben, dass z.B. nur labile Menschen in die Fänge der Sekte geraten. Scientologen versuchen, bei einem eine entscheidende Schwäche zu finden und dann eine Lösung anzubieten. Dafür ist grundsätzlich jeder anfällig, denn wer will nicht sein Leben verbessern ? Haben Sie auch an sich Veränderungen festgestellt, obwohl Sie von Anfang an nur zu Recherchezwecke bei Scientology waren ? Bei mir hat sich zu meinem eigenen Erstaunen ein Wettbewerbsgedanke entwickelt: Ich ertappte mich dabei, auch diese blöde "Brücke der Erleuchtung" erreichen zu wollen. Nach den Kursen fragte ich mich manchmal: "Verdammt, warum bin ich noch nicht höher gekommen ?" Außerdem übernimmt man irgendwann diese typische Propagan- dasprache: Zum Schluss habe ich auch privat von "Kirche" und "Religion" gesprochen - obwohl ich weiß, dass die Begriffe nicht zutreffen. Haben Sie in den Kursen, die Sie bei Scientology belegten, etwas Sinnvolles gelernt ? Da werden überwiegend Banalitäten verbreitet, gespickt mit Lektionen wie "Lass Dich kontrollieren", die natürlich im Sinne der Organisation sind. Ich kann verstehen, wenn diese Kurse attraktiv auf manche Menschen wirken, weil sie auf ein besseres Leben abzielen. Die Kosten sind anfangs verhältnismäßig niedrig und steigen dann kräftig. Man muss eine Menge Geld und Zeit investieren, um auf der "Brücke der Erleuchtung" voranzukommen. Man wollte Ihnen weismachen, dass sie später einmal Krankheiten wie Krebs heilen können ? Ja, man hat mir auch voller Ernst erzählt, dass ich ab einem gewissen Status ins All fliegen kann. Man müsse ja nicht nur die Erdenbürger erlösen, sondern auch Milliarden von Außerirdischen. Aber die Anhänger von heute glauben doch nicht mehr wirklich an die Geschichten des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard, demzufolge ein intergalaktischer Herrscher names Xenu vor Millionen von Jahren sogenannte Thetane mit Wasserstoffbomben in die Luft gejagt hat ? Lachen Sie nicht, das ist unheimlich. Dieser Gründungsmythos soll der Organisation wohl einen religiösen Anstrich geben. Daran glauben die wirklich, auch wenn es keiner Logik folgt. Scientologen können ihren Verstand völlig ausschalten, funktionieren wie Roboter und sind immun gegen jede Kritik oder skeptische Fragen. Zu Xenu allerdings kann Ihnen die Mehrheit der Mitglieder nichts Näheres sagen, weil sie noch nicht den Status erlangt haben, mit dem sie in dieses Wissen eingeweiht werden. In einem Interview mit stern TV hat die deutsche Scientology-Pressesprecherin gesagt: "Wir werden mit Sicherheit nicht an Menschen herantreten und behaupten, wir können heilen." Die interne und die externe Kommunikation ist komplett unterschiedlich. Ein weiteres Beispiel: Offiziell strebt Scientology keinen Einfluss in der Politik an – aber intern heißt es, man müsse "Straßen in den Bundestag bauen". Bei Scientology hat man mir sogar stolz erzählt, dass man schon wichtige Politiker gewonnen hätte, die würden nur noch auf ein Signal warten, um sich öffentlich zu bekennen. Scientology ist bekannt dafür, nicht gerade zimperlich mit Kritikern umzugehen. Was befürchten Sie nach Veröffentlichung Ihrer Geschichte bei stern TV und im stern ? Gewöhnlich geht die Organisation aggressiv in einen persönlichen Angriff über. Vielleicht wird man versuchen, mich zu diffamieren, vielleicht hat man aus den fünf Monaten Erkenntnisse über mich, die sich für eine öffentliche Schmutzwäsche eignen. Andererseits böte sich jetzt die Gelegenheit für eine kritische Auseinandersetzung. Ich glaube, Scientology wird hierzulande nicht allzu großen Ärger in der Öffentlichkeit riskieren wollen. Dafür ist der Standort Deutschland einfach zu wichtig. Interview: Sönke Wiese Download the video (.flv - 87,4 Mb - stern TV - May 15, 2008) - FLVPlayer (telecharger.com) Von Fredy Gareis
Fünf Monate lang recherchierte Fredy Gareis für den stern hinter den Kulissen des Berliner Repräsentanz. Er erlebte, mit welchen perfiden Methoden die Organisation Menschen anwirbt, beträngt und schliesslich vereinnahmt
Während hinter Berlin die Sonne untergeht, feiern die Scientologen Geburtstag. Den 97. ihres Gründers L. Ron Hubbard, gestorben 1986. Fackeln säumen den roten Teppich, der in die Scientology-Repräsentanz in Charlotten- burg führt. Der Bauan der Otto-Suhr-Allee ist ein Komplex aus Glas und Stahl, über dem Eingang das Scientlogy- Kreuz. Die Scientologen – dunkle Anzüge, Abendkleider – lachen ausgelassen im Foyer. Berlin, heisst es intern, läuft angeblich zehnmal besser als geplant. Und: Berlin soll weiter wachsen. Far die Scientologen bin ich Thorsten Brock, ein arbeitsloser Amerikanist, Fan von Tom Cruise und dessen Erfolg. Mit meiner Freundin, gehe ich vor, lebe ich in einer Zweizimmerwohnung in Prenzlauer Berg. Sandra ist gegen Scientology. Insgesamt fünf Monate habe ich meine wahre Identität geheim halten können. Habe eine winzige Videokamera eingeschmuggelt. Ich bin Journalist und will dokumentieren, was tatsächlich hinter der Glasfront vor sich geht. Rund 250 Scientologen, unter ihnen offensichtlich auch etliche Neulinge, sind an diesem Samstag Ende März zusammengekommen. Sie wollen das vergangene Jahr Revue passieren Lassen und die Marschroute für die Zukunft festlegen. Es wird eine Videoaufzeichnung aus Los Angeles geben, dann ein Büfett im sechsten Stock. lm ersten Stock tritt Irmi Tjarks, Executive Director Berlin, vors Publikum. Ihr roter Bop schimmert im Licha, ihr Lachen ist breit. Gerade war die ehemalige Maklerin in den USA. Sie hat einen goldenen Pokal mitgebracht, auf dessen Spitze ein Pferd galoppiert. lm weltweiten Vergleich der Scientology-Organisationen – ein jährliches Rennen um Abschlüsse, Verkäufe, Statistiken – ist Berlin Nummer eins geworden. Angeblich. Damia haben noch nicht mal die örtlichen Scientologen gerechnet. „Der Start für eine neue Zivilisation", sagt Irmi Tjarks, hier in Berlin und in ganz Deutschland."` Heftiger Applaus. "Und damit drehen wir auch Europa !" Derlei Aussagen bekommt die Öffentlichkeit normalerweise nicht zu hören. Auch in dem Film geht es um Expansion. David Miscavige, Ron Hubbards Nachfolger, stellt 13 neue "Orgs" vor – so nennen Scientologen ihre "Gemeinden" – sowie die Pläne für Afrika und China. Selbstsicher umreigt er das Wesen von Scientology: "Wir sind ein Zug ohne Bremsen, und wir schmeigen noch Kohlen drauf." Als ich danach aus dem Saal gehe, fängt mich einer im dunklen Anzug ab. „Ich bin Sören", sagt er, "Direktor Personal." Kennen wir uns ? "Nein", antwortet er lächelnd, "aber ich weiss von dir – komm mit." Es fing im vergangenen Jahr an. Eine Scientologen namens Corinna sprach mich auf der Strasse vor dem Berliner Stützpunkt an. Enges weisses Hemd, schwarze Hose, Kraushaar, 19 Jahre alt. Sie öffnete den Mund zu einem strahlend weissen Lächeln und fragte mich, ob ich nicht reinkommen wolle. Sie war sehr nett, süss sogar. Also ging ich rein und füllte einen Persönlichkeitstest aus. Das Ergebnis war "inakzeptabel" Alle Werte im Keller. Aber man könne mir helfen. Mit einem Kurs namens "Probleme der Arbeit". Gleich zahlen, sofort anfangen. Tom Cruise habe den auch gemacht, hiess es. MEIN VORLAUFIGER Mitgliedsausweis datiert vom 22. November 2007. Seitdem absolvierte ich vier Kurse, und die Scientologen zogen den Kreis um mich immer enger. Immer häufiger klingelte das Telefon, immer lifter sollte ich kommen, immer länger dableiben. Vier Monate ging das so, zunächst mit lockerer Leine, die dann immer straffer gezogen wurde – und jetzt, auf Hubbards Geburtstag, wollen sie den Fang einholen. Ich soll Teil des Systems werden. Wärhend die anderen sich ans Büfett begeben, führt mich Sören über die Hintertreppe in den zweiten Stock. Das Fenster ist offen, es ist kalt. Sören ist blond, Anfang 20 und hält plötzlich ein Formular in der Hand. "So sieht ein Mitarbeitervertrag aus", sagt er, und seine grünen Augen bohren sich in mich hinein. Er hält meinen Blick, bis ich ihn abwende. Ein Trick der Scientologen. Wer wegschaut, gibt nach. Sören will, dass ich unterschreibe. In meiner Not schiebe ich Hunger vor, um Sören zu entgehen. lm sechsten Stock lege ich mir ein paar Salami- scheiben auf den Teller, mehr geht nicht, mein Magen ist eine Faust. Als mein Teller leer ist, taucht Sören wieder auf, die Hânde hinter dem Rückert verschränkt. Er lässt mich nicht aus den Augen. Allen anderen, die ebenfalls relativ neu sind, geht es genauso. Sie werden bearbeitet von Scientologen mit Klemmbrettern in der Hand. Es geht um Spenden, Kurse, Miitarbeit. Sören will mit mir noch mal in den zweiten Stock. Er tippt auf den Vertrag und sagt, dass es im Gegensatz zu einer normalen Firma kein Geld gebe. Firma ? Ich dachte immer, dass sie sich als Kirche bezeichnen. Irgendwann erzählt Sören von seines Eltern. Die waren gegen Scientology, bis er sie "gehandhabt" bat. Ein Wort, das mir noch öfter begegnen wird. Im Scientology-Jargon heigt das: jemanden für die Sache gewinnen. Zeit vergeht, und es wird anstrengender, Sören abzuwehren. Als ich kurz vor Mitternacht das Gebäude verlasse, ist es, als würde ich einen schweren Mantel abstreifen. Dienstag, 1. April Auf dem Weg zum Kurs fängt mich Sören im Foyer ab. "Ich will dir einen Film zeigen", sagt er, "über die Bedeutung von Berlin." Sören schiebt eine DVD ein. Der Film zeigt Kennedy, er spricht seine berühmten Worte vor dem Schö- neberger Rathaus. Berlin habe Ethikpräsenz, argumentiert der Film, Berlin stehe für Freiheit. Sören schaut mich be- deutungsvoll an. Wir gegen die, erzählt der Film. Und vom Widerstand, auf den sie stossen. "Was wir schon alles erleben mussten in Deutschland", sagt Sören. Was denn ? "Scientologen wurden sogar schon gefoltert, um sie umzuprogrammieren." Von wem ? "Von der Kirche, Geheimdienst, Interpol. Von denen, die Geld haben" Geld wollen sie auch. Im Film ruft Hubbard dazu auf, die Leute zu Abschlüssen zu drÄngen, sie auf Kurse zu setzen, ihnen BÜcher zu verkaufen: Lasst euch nicht stoppes. Egal, welche Ausrede sie haben. "Clear Deutschland !" Damit endet der Film."Clear" bedeutet bei Scientology die Befreiung der Psyche vom Unterbewusstsein. Sören schaltet den Fernseher aus und hält mir den Arbeitsvertrag hin. Das ist kein Job, macht er mir klar. Das ist ein Kreuzzug. Ich zögere. Sören wechselt die Taktik. Er zeigt mir auf dem Organigramm, als was ich arbeiten könnte. Org-Sicherheit zum Beispiel. Was macht die ? Sörens Hände berühren sich an den Fingerspitzen: "Die Presse kann ja alles schreiben", sagt er, "aber jemand muss die Informationen auch rausgeben – wir finden diese Leute und stellen sie vor Gericht " Ich nicke. Ich höre Schreie: "Let me go ! Let me go !" Es muss im Raum um die Ecke sein. Ich schaue Sören fragend an. Ist das Zufall ? Er lächelt sur und zuckt mit den Schultern. "Ich erwarte eine Entscheidung bis Donnerstag, 14 Uhr", sagt er. Mittwoch, 2. April Kursraum. Mein aktueller Kurs heisst "Selbstanalyse". Eine Mischung aus Philosophie, Psychologie, Banalität und Lügen. Das Ziel: Dressur bis zur Widerstandslosigkeit. Stelle ich zehn Minutes keine Frage, bin ich suspekt. Dann taucht der Kursüberwacher an meiner Seite auf, blättert durch mein Buch, stellt Fragen. Bis die Antwort deckungsgleich mit Hubbards Vorgabe ist. Schaue ich kurz aus dem Fenster, steht der Kursüberwacher wieder neben mir. Sagt vielleicht, dass ich das "Demokit" benutzen soll – eine Schale mit einer Art Bauklötzen –, um "mehr Masse" zu erhalten. Macke ich das nicht, werde ich wieder und wieder dazu angehalten. Ich beantworte Fragen in den Büchern und schreibe Aufsätze. Solange ich die Hubbard'schen Schlüsselwörter benutze, ist alles in Ordnung, dann kann der Rest auch der grösste Mist sein. Jede kritische Auseinander- setzung mit dem Inhalt endet in etwa so: "Wer glaubt, alles zu wissen, lernt nie das Richtige" Um einen Kurs zu beenden, muss man sich an das berüchtigte "E-Meter" schliegen lasses, das zentrale Instrument der Scientologen, eine Art Lügendetektor. Man muss "attestieren" dass man alles verstanden hat. Man bekommt ein Zertifikat und hält eine Rede im Kursraum. Der Applaus tut vielen gut. Danach gleich zum "Registrar", zahlen für den nächsten Kurs. Eine meiner ersten Lektionen war: Lass dich kontrollieren. ICH LERNE, DASS MAN als Scientologe Krankheiten heilen kann. "Auch Hautkrankheiten ?", frage ich Kursüber- wacher Hermias. Er: "Genau." Ich: "Und wenn ich weitermache: Kann ich dann Krebs heilen ?" Er: "Total. Du bist dann die Ursache über das physikalische Universum." Hermias ist nicht der Einzige, der mir das so wirr erzählt. Ab wann, denke ich, hört man auf, Fragen zu stellen ? Ab wann beginnt man, diesen Unsinn zu übernehmen ? Donnerstag, 3. April Sörens Büro. Das Rekrutierungsformular, das mir Sören beim letzten Mal mitgegeben hat, habe ich nicht ausgefüllt. Zehn Seiten persönliche Fragen. Zum Beispiel Frage 41: "Haben Sie irgendwelche Straftaten begangen, derer Sie nicht überführt wurden ?" Frage 42: "Hatten Sie jemals mit Prostitution, Homosexualität, illegalem Sex oder irgend- welcher sexuelles Perversion zu tus ? Geben Sie bitte bei jedem Vorkommnis an, mit wem, wo und wann das war." Ich erzähle Sören, dass meine Freundin die Papiere gefunden und zerrissen hat. "Hm", sagt Sören. "Am besten machst du jetzt einen anderen Kurs." Sofort. "Die Auf und Abs im Leben überwinden." 90 Euro und 50 Cent. "Hast du das Geld ?" Natürlich nicht. "Ich bin dock arbeitslos." Er: "Gut, dann treib es auf. Denn du musst wieder Ursache werden. Du musst deine Freundin handhaben. Und wenn nicht, dann muss man sich trennen." Wir gegen die also. Sören schaut mir tief in die Augen. "Hast du schon mal darüber nachgedacht, Ob deine Freundin dich betrügt ?" Dann führt mich Sören raus, sagt "Sicherheitscheck" und übergibt mich an Philipp. Blond, harter Blick, um die 30. "Nimm bitte die Dosen in die Hand", sagt er. Schon wieder das E-Meter, der Lügendetektor. "Bist du hier, uni Geschichten für Zeitungen zu finden ?" Ich versuche, die Frage mit ein bisschen Empörung weg- zulachen. Bloss an nichts denken, keinen Druck auf die Dosen des E-Meters ausüben. Durch die wird ein schwacher Strom geleitet, der den Hautwiderstand missi. Wenn die Messnadel ausschlägt, sieht man, dass etwas in einem vorgeht, aber nicht, was. Primitiv. Mein Herz klopft. Der andere hat die Kontrolle, ich nicht. "Gibt es etwas, dass du mir nicht erzähist ?" Wieder und wieder stellt er solche Fragen. Wie lange bin ich jetzt schon hier drin ? Meine Hânde sind klamm. Ich werde aggressiv. Will raus. "Du kannst mir alles sagen", sagt Philipp, "es bleibt unter uns" Von jeder Sitzung wird ein Protokoll angefertigt. Intimste Geheimnisse werden archiviert und bel Bedarf als Druckmittel eingesetzt. "Irgendwas ist da noch", sagt Philipp und schaut mich argwöhnisch an, als ich gehe. Zu Hause muss ich erst mal einen Schnaps trinken. Die Methoden der Scientologen gehen an die Substanz. Sich geistig abzuschotten kostet Kraft. Wie lange hält man so etwas aus ? Sören bat gesagt, ich soll vor meiner Freundin zu Hause sein. Damit sie nicht merkt, dass ich weg war. Mittwoch, 9. April Mein Telefon läutet bis spät in die Nacht. Es klingelt, dann wird aufgelegt. Wieder und wieder. Für Scientologen endet die Woche am Donnerstag um 14 Uhr. Dann werden die Leistungen ausgewertet, die jeder für die Organisa- tion erbracht bat. Für die Expansion müssen die Zahlen steigen. Aile stehen unter diesem Druck und gehen îhn welter. Donnerstag, 10. April Heute Morgen geht es gleich wieder los. Ich lasse es 20-mal klingeln, bevor ich rangehe. "Hallo Thorsten, hier ist Carina. Wann kannst du denn wieder reinkommen ?" Carina vertritt Sören. Ich sage, ich komme sowieso um 14 Uhr. "Ach nee, ein bisschen früher." - "Ich muss noch ein paar Sachen erledigen." - "Wir kommen auch dahin, wo du hist." - "Nein, das ist doch Zeitverschwendun" - "Es gibt da einen Zettel, denn du unterschreiben müsstest. Und zwei Uhr ist definitiv zu spät !" - "Wir sehen uns um zwei", sage ich und beende das Gespräch. Zwei Minuten später klingelt es wieder. "WIR MÖCHTEN DAS einfach noch schnell erledigen, dann gehen unsere Statistiken rauf, das hat was mit der Grösse der Org zu tun, damit unser Einfluss auf Berlin wächst." Als wäre das Telefonat vorher nicht gewesen. "Was ist das denn für ein Formular ?" Carina: "Ähm, das zeige ich dir"` Als ich frage, wo sie gerade ist, setzt mein Herz einen Schlag aus: Obwohl ich mehrmals Nein gesagt habe, sind sie bereits auf dem Weg in meinen Stadtteil. Wir vereinbaren den S-Bahnhof Bornholmer Strasse als Treffpunkt. Auf dem Weg dorthin klingelt mein Handy noch fünfmal. In der Bahnhofshalle fordern mich Carina. und Cornelius auf, den Arbeitsvertrag zu unterschreiben. jetzt. Carina ist 19, Cornelius 21. Sie würden in einer Drückerkolonne jeden Konkurrenten in die Triche stecken. Ich sage, dass ich nichts hinter dem Rücken meiner Freundin machen will. Carina zeigt auf den Vertrag, in der Hand einen Kugel- schreiber."Die Unterschrift ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung." Ich zögere. "Wie wäre es, wenn du deinen Namen hier schon mal hinsetzt ? Wir tragen noch kein Datura ein." "Nein. Wir machen das, wie ich will." Carina: "Ich bin für die andere Richtting. Trag einfach hier deinen Namen ein." Und tippt wieder auf den Vertrag. "Nimm mal den Kugelschreiber" Sie versucht mich mit ihrem Blick zu zwingen. Ich behalte die Hände in den Taschen. "Jetzt nimm mal den Kugelschreiber !" Samstag, 12. April Kursraum. Die Einheiten dauern bis zu drei Stunden. Ich lese über potentielle Schwierigkeitsquellen (ich) und unter- drückerische Personen (meine Freundin und elle Kritiker von Scientology). Kursüberwacher Reinhold fragt ein Kind ab. Wie alt wird es sein, vielleicht acht ? Aber es ist so störrisch, dass Sie es isolieren und in den nächsten Raum bringen müssen. Immer lifter sehe ich Kinder hier. Mal gehüren sie zu den Mitarbeitern, mal zu Eltern, die hier studieren. Ich muss an Carinas Blick denken, als ich am Donnerstag den Vertrag – tatsächlich – unterschrieben habe. Natür- lich, ich hätte auch gehen können. Das ist die einzige Möglichkeit. Aber ich wollte sehen, wie weit sie gehen. Dieser Blick, den Carina Cornelius zugeworfen hat. Eiskalt. Hart. Es ging nicht um mich. Es ging nicht um "die vüllige Freiheit und Unsterblichkeit", die Scientology angeblich alleu Menschen schenken will. Ich war nur eine Nummer, ein Abschluss. Wie muss es erst Menschen gehen, die in die Fänge von Scientology geraten. DIENSTAG, 15. APRIL Sörens Büro. Carina redet auf mich ein. "Wann kannst du anfangen ?" – "Am Montag." – "Warum nicht jetzt ?" – "Ich habe noch was zu tun." "Ich wül, dass du jetzt anfängst !" Carina schnappt sich einen Zettel. Ich habe ihr erzählt, dass ich einen neuen Job an der Uni anfangen werde. Vier Tage à acht Stunden. Sie macht ein paar schnelle Striche mit dem Kuh, fertig ist mein Stundenplan. 52,5 Stunden die Woche soll ich arbeiten – neben meinem Uni-Job. Gehalt ? Kann sie nicht genau sagen. Sie selbst verdiene 50 Euro die Woche, noch. Dann kommt Sören rein. Sie grillen mich zu zweit. Am Ende bringen sie mich sogar dazu, die Jahre einzu- tragen, für die ich mich verpflichte. Nur damit ich meine Ruhe habe. Angeblich hätte ich die Wahl zwischen 2,5 und 5 Jahren. Aber als ich dann 2,5 schreibe, sagt Carina lächelnd: "Dann trägst du hait am Montag 5 ein." Kurz darauf betritt Executive Director Irmi Tjarks das Büro. Wie abgesprochen, denke ich. Sie sagt, dass wir den Planeten retten müssen, wer soll es denn sonst tun ? "Weigt du", sagt sie, "das ist, wie wenn man einen Ertrin- kenden rettet, der gar nicht gerettet werden will, aber du tust es trotzdem." Die Scientologen lachen. Ich denke, wie mein Leben wohl in zweieinhalb Jahren aussehen würde, wenn ich mich gerade tatsächlich verpflichtet hätte. Montag, 21. April. Altberliner Kneipe "Haus der 100 Biere" Ich kann nicht mehr. Wie lange hält man es aus, bevor man einknickt, geistig, und plützlich ein anderer wird ? Ein halbes Jahr, ein gantes ? Heute soll der letzte Tag sein, an dem ich mich mit ihnen treffen werde. Carina kommt, um meine Freundin zu "handhaben". Sie bringt Corinna mit. Wir warten auf Sandra. Carina erzâählt, dass Berlin in der internera Scientology-Struktur aufrücken soll, auf gleicher Höhe mit Kopenhagen, wo derzeit die Europa-Zentrale site. Dafür müssen noch 55 neue Mitarbeiter her. 125 haben sie bereits. Bis zum 6. Juni soll das erledigt sein. Die beiden ziehen mich iras Vertrauen. "Wir haben richtig gute Kontakte", sagen sie leise, "nicht nur zu Schauspielern, sondern auch zu richtig hohen Politikern – die warten nur auf ein Zeichen, damit es vorwärtsgeht und sie aus dem Schatten treten können" Wer weiss was devon stimmt. Scientology beherrscht Propagande nicht nur nach augen, sondern vor allem auch nach innen. Als Sandra kommt, lehnen wir uns wieder zurück. Sandra stellt Fragen, und die beiden Mädchen lachen – und lügen. Dass man Krankheiten heilen könne ? Quatsch, das erzählt keiner. Druck ? Nie im Leben. Die Presse ? Die lügt dock. Dann versuchen sie, Sandra in die Repräsentanz zu locken. Sandra sträubt sich, sagt, dass sie nicht will. Dass ich keine Zeit mehr für sie hätte, dass ihr die vielen Anrufe auf den Wecker gingen. Carina und Corinna halten nur die Hand unters Kinn und nicken artig. Sie haben offenbar das Gefühl, wenigstens mich am Haken zu haben. Dann steht Sandra auf. "Du kennst meine Meinung", sagt sie zu mir und geht. So war es abgemacht – Sandra wird von einer Kollegin gespielt. Corinna sagt, ich soll sofort in die "Org" kommen. Damit ich "stabil" werde. Sie wollen mich "drillen", damit ich Sandra zu Hause bearbeiten kann. Wollen mir zeigen, wie ein "Beistand" funktioniert. Eine Psychotechnik, die ich bei Sandra anwenden soll. Das habe bei Corinnas Freund auch geklappt. Carina streut Zweifel, wie zuvor schon Sören: "schon mal überlegt, ob deine Freundin dich betrügt ?" Ich schaue die beiden an. Wie kann das sein, dass hier zwei 19-Jährige lâchelnd versuchen, meine Beziehung zu zerstüren, um mich finanziell und geistig auszunehmen ? Licht fällt von draugen in Carinas blondes Haar. Die 19-jährige entblösst ihre Zähne zu einem Lächeln und sagt: "Wir sind wie Rottweiler. Wir lassera nicht mehr los"
Scientology undercover – in the Berlin HQ (Stern - 15.05.2008) English translation |
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Undercover journalist "Scientology sect wants to crack Berlin"
German and English are not my monther tongue. Please keep this in mind while reading. For five months, journalist Fredy Gareis investigated undercover at scientology. Whether at parties or during the twisting courses: The hidden camera always on. In the interview with Stern TV, he explains why Germany is the most important area of operations for the scientologists. Mr. Gareis, some weeks ago you left Scientology again. Does the cult accept your departure ? Not at all. I still get daily calls. It is like fishing, sometimes they gives it more cord and are completely understanding and friendly. And then they increase the pressure again and the frequency of the calls. What does Scientology still expect from you ? I must absolutely go back again to the center in Berlin. There are still hopes to be able to turn me in. In the meantime I do not go however any longer to my telephone. Scientology is very interested by Germany. One says internally: "if we crack Berlin, then we can do it everywhere." That is their ambition. Germany is considered as the most difficult field for the cult, nowhere does it face so much antagonistic winds. Therefore a success in this country is for Scientology more important than in every other country; it would have an enormous symbolic value for the organization. At the end of March a large party was held in Berlin with approximately 250 Scientologists. Is it correct that no other European meeting had as much participation as Berlin ? I am not sure. That can also be propaganda turned inwards, in order to motivate the members. The course areas, into which I could throw a view, were never full. However I saw a few new members. It was frightening to see how many children ran around in the center. I found it uncanny to see these eight to ten-year old children attached to these e-meters and questioned. What is the most important recruiting method for Scientology ? The stands on the street are extremely important. There up to 200 contacts are made daily, i.e. those bring 200 people daily to make a so-called stress test and leave their address. Is there a certain clientele, which falls for it ? It would be a big mistake to be believed that e.g. only unstable humans came into the catches of the cult. Scientologists try to find your crucial weakness and offer then a solution. But in principle everyone is susceptible, because who does not want to improve their life? Have you experimented changes, even if your intention was to research scientology from the beginning ? To my own astonishment a conflicting thought developed inside me: I surprised myself to want to reach this stupid "bridge". Sometimes after the courses I asked myself: "Damn, why did I not yet come higher?" In addition one takes over this typical propaganda language: In the end I spoke also privately of "church" and "religion" - although I knew that the terms do not apply. Did you learn something meaningful in the courses, which occupied you at Scientology ? The predominantly banalities are spread, added with lessons such as "let yourself be controlled", which are natural in the sense of the organization. I can understand that these courses can appeal to some people, because they aim at a better life. The costs are at first relatively low and rise then strongly. One must invest a quantity money and time, in order to advance on the "bridge". Did they try to fool into believing that they can later heal diseases such as cancer ? Yes, one told me very seriously that I can fly when achieving a certain status to the universe. One must release not only the human citizens, but also billions of extraterrestrial ones. But do not the today followers really believe any longer in stories of the Scientology founder L Ron Hubbard that an intergalactic ruler named Xenu hunted so-called Thetans with hydrogen bombs millions of years ago ? Do not laugh, that are uncanny. This founding myth is probably to give a religious painting to the organization. They really believe in it, even if it does not follow any logic. Scientologists can switch off their understanding completely, function like robots and are immune to each criticism or skeptical questions. However the majority of the members cannot give you any details, because they did not attain yet the status, at which this knowledge is taught. In an interview with Stern TV, the German Scientology spokeswoman said: "We will come closer with security not at humans and state, we can heal." The internal and external communications are completely different. A further example: Officially Scientology sect does not aim at influence in the politics, but internally one is called however to build "roads into the Bundestag". At Scientology one told me even proudly that they have already won important politicians, who would only wait for a signal, in order to admit it publicly. Scientology is known to deal not very nicely with critics. What do you fear after publication of your history on Stern TV and in Stern ? Usually the organization attacks aggressively at a personal level. Perhaps one will try to defame me; perhaps they get something on me from the five months of investigation, which are suitable for a public dirt laundry. On the other hand the opportunity would be offered now for a critical argument. I believe, Scientology will not want to risk too large public annoyance in this country. Because Germany is simply too important. Interview: Soenke Wiese
About the person Fredy Gareis, 33, is graduate of the German journalist school in Munich and is active as a free journalist. Contact him on his homepage: Fredy Gareis: Freier Journalist & Autor |
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Scientology - Undercover in Berlin
Part 1 - With Subtitles Source: http://uk.youtube.com/watch?v=q5km9NclAAs Télécharger la vidéo (.flv - 21,3 MB)
Part 2 - With Subtitles Source: http://uk.youtube.com/watch?v=rYEInGPrZDg Télécharger la vidéo (.flv - 21 MB)
Part 3 - With Subtitles Source: http://uk.youtube.com/watch?v=n9vny_indeI Télécharger la vidéo (.flv -12,9 MB) |
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Le 14 mai 2008, paraît sur le site de Stern TV – bras audiovisuel du journal allemand du même nom – une courte interview de Fredy Gerais. Ce journaliste a passé 5 mois dans la scientologie, équipé d’une caméra cachée. L’interview est destinée à lancer l’émission du même soir sur RTL (chaîne de télévision en allemand). Lors de cette émission, un montage des moments les plus significatifs de son passage dans les locaux de la scientologie, suivie d’une interview de Fredy Gerais et des premières réactions des spectateurs. Mais l’émission sert aussi de lancement à l’article qui paraîtra dans Stern le 15 mai [version au format .pdf]. A l’instar de Günther Wallraff – qui a passé deux ans dans la peau d’Ali, un travailleur émigré turc[1] – Fredy Gerais s’est inscrit à la scientologie et y a mené un parcours qui l’a conduit aux portes de l’engament comme employé. Au cours de ce processus, il a été capable d’établir, de manière vérifiable, ce qui se passe réellement à l’intérieur. Tout y passe. Les promesses de guérison de tous les maux, y compris le cancer. Le contrôle étroit des nouveaux membres, pour les isoler. Les pressions diverses pour qu’il signe son contrat d’engagement (le passage concernant son jeu pour éviter de signer avant la date butoir du jeudi à 14 heures est très amusant). Le dénigrement immédiat de sa petite amie (« Peut-être qu’elle te trompe ») dès que celle-ci prend une attitude négative sur la question de son engagement. Les techniques pour « gérer » les non-scientologues. Le fanatisme des jeunes employés (âgés de 20 ans à peine). Encore plus grave, les discours sur la situation de la scientologie en Allemagne. C’est le dernier verrou. Il faut absolument tout entreprendre pour le faire sauter. Des politiciens sont prêts à se déclarer favorables à la scientologie dès que l’occasion se présentera. Confrontés aux déclarations officielles de la scientologie, ces éléments totalement contradictoires vont faire mal. Nul doute que cet article de Stern contribuera à ternir durablement l’image déjà fortement dégradée de la sciento- logie en Allemagne. [1]« Tête de turc », 1987. |
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Dieses Büchlein hilft Ihnen, die oft utopisch anmutende Ansammlung von Umdefinitionen und Kunstwörtern zu verstehen, die zur zweiten Muttersprache aller Scientologen geworden ist. Zugleich erhalten Sie Einblick in die frappierenden Widersprüche, die diese Religion seit über 20 Jahren erschüttern. Als Angehöriger, Lehrer, Therapeut oder Seelsorger eines Scientologen haben Sie einen großen Wissensvorsprung, wenn Sie diese Ausdrücke und die zugrundeliegende Gedankenwelt kennen, bevor Sie den Versuch machen, über den Wert oder die Risiken der Scientology zu diskutieren. Wenn Sie in einer Familienberatungsstelle tätig sind, gelingt es Ihnen dadurch vielleicht sogar, eine neue Gesprächsbasis zwischen Familienmitgliedern zu schaffen, zwischen denen es seit Jahren keinerlei Kontakt mehr gibt! Und natürlich ist das Büchlein ein unverzichtbares Werkzeug für Journalisten, die das Drama der Scientology durchleuchten und hinterfragen wollen. In Scientologensprache geschrieben, ermöglicht das Buch ein instinktives
Einfühlen in die Welt der Scientology, wie es kein anderes Nachschlagewerk
bietet. So wird die Mutter, der Bruder oder der Therapeut für den Scientologen
zum wirklichen Gesprächspartner. ACHTUNG: Es werden auch Fachbegriffe aus den
streng geheimen "Oberen Stufen" erklärt. Falls Sie Scientologe sind und die
Stufe OT3 noch nicht erreicht haben, seien Sie beruhigt: Diese Begriffe wurden
in Internet-Newsgroups und im amerikanischen Fernsehen ausführlich unter Laien
diskutiert, ohne daß jemals jemand dadurch krank geworden wäre. Sie werden aber
auch im Text so gekennzeichnet, daß Sie sie überspringen können, wenn Sie ganz
sicher gehen möchten, daß Sie nicht mit Informationen konfrontiert werden, auf
die Sie nicht vorbereitet sind. Heidrun Beer
war 19 Jahre lang Mitglied in der Scientology-Kirche, knapp zwei Jahre davon
auch Mitarbeiterin, und hat sich nach ihrem Austritt weitere zwei Jahre mit der
"Freien Zone" befaßt, der wachsenden Szene von kirchenunabhängigen Scientologen.
Sie ist heute ehrenamtlich in der Beratung von hilfesuchenden Ex-Mitgliedern
tätig. |
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Un must : "Ron Hubbard, le gourou démasqué" Ce livre de Russell Miller révèle la face cachée de la scientologie. On y découvre un Ron Hubbard, malade, mythomane et poursuivi par la justice. Il est disponible en format pdf ou html sur notre site. Nous avons également publié une version résumée.
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