Aussage einer ehemaligen Mitarbeiterin von Scientology
Mitglied der Scientology Kirche von Lausanne von 1987 an 1993
 
BELÄSTIGUNG DURCH ZWANG UND KONFISZIERUNG DER POST

Die Scientology Kirche von Lausanne hat mich zum besten gehalte

Scientologen an der Beerdigung meines Ehemannes ...

Im Tretrad

Die Hölle der Arbeit bei Scientology in Los Angeles

In Los Angeles wurde meine Post konfisziert

Retourbillett : Lausanne-Kopenhagen

Flucht vor den Scientologen

Die Scientology Kirche von Lausanne hat mich zum besten gehalten

Ich wollte kein Darlehen aufnehmen, aber sie haben mich dazu gezwungen

Ich hatte Angst

Wie funktioniert Scientology ?

Methoden, die Spuren hinterlassen

Teil 2

Ein überraschendes Noviziat : das EPF

David Miscavige, der grosse Chef von Scientology, ist ein verächtlicher Mann.

Der Tagesablauf in der «Sea Org» von Scientology -Von Montag bis und mit Sonntag

Seltsames Verhalten

Sklaverei und Bestrafung in Scientology : eine Verletzung der Menschenrechte

Sind die Scientologen Diebe und Irre ?

Interview einer Ex-Mitarbeiterin
der schweizerischen Scientology Kirche
(Mitglied der Scientology Kirche in Lausanne von 1987 bis 1993)
 
BELÄSTIGUNG DURCH ZWANG UND KONFISZIERUNG DER POST
 
Traduction du texte français par pwidmer@quicknet.ch
Die Scientology Kirche von Lausanne hat mich zum besten gehalten
 
Ais ich in die Scientology Kirche eintrat hatte ich eine schwere Operation hinter mir, fühlte mich in meiner Haut nicht wohl, ich wollte in einem Park in Lausanne spazieren gehen ais ich einen Haufen Bücher mit einem Vulkan darauf sah. Ich dachte dass es Büchern von Aroun Tazief waren und näherte mich. Eine Person nahm mich am Arm und schlug mir vor, zum Gespräch in ein Kaffee zu gehen. Ich kam nicht nahe genug an die Bücher heran und nicht sehen, dass es sich nicht um ein Buch von Aroun Tazief handelte.
 
Mein Fehler war ein Buch zu kaufen, ich hatte kein Geld bei mir und unterschrieb einen Scheck. In der Diskussion ist es der Person gelungen, mir intimste Informationen über meinen gegenwartigen Zustand zu entlocken. Die Tatsache dass ich einen Scheck unterschrieb zeigte ihnen, dass ich uneingeschränkt handeln konnte und dass ich über ein eigenes Konto verfügte.
 
In der Foige kamen sie vier Wochen später erneut auf mich zu und fragten mich, ob ich das Buch gelesen hätte. Ich gab zur Antwort, dass ich darüber enttäuscht war, dass es nicht von Aroun Tazief war. Sie haben mir gesagt "kommen Sie doch vorbei, wir werden darüber sprechen". Ich habe Briefe erhalten. Dann bin ich vorbei gegangen und habe mich für einen Kurs eingetragen. Ich dachte, dass sie mich dann in Ruhe lassen würden. Ich habe einen ersten Kurs gemacht, dessen Thema "die Hoch und die Tiefs" war. Dieser Kurs hat mir geholfen, hat mir mein Selbstvertrauen wieder gegeben, ich habe festgestellt, dass ich noch zu etwas fähig war. Von diesem Moment an liess ich micht nicht mehr aufhalten.
Scientologen an der Beerdigung meines Ehemannes ...
 
Mein Ehemann wurde krank, er hatte Lungenkrebs und ich pflegte ihn zu Hause. Es war eine harte Zeit. In dieser Lage hatte ich keine Zeit in die Scientology Kirche zu gehen, ich wurde während dieser Periode nicht mehr kontaktiert, jedoch an der Beerdigung meines Ehemannes waren zwei Personen von Scientology anwesend. Zwei Tage später, ais meine Familie gegangen war, ka men sie zurück und sagten mir, in die Scientology Kirche zu kommen. Ich bin dorthin gegangen und ich habe Kurse gemacht.
 
Der Preis der Kurse erh¨0ht sich zunehmend. Für den ersten Kurs habe ich 60 oder 80 Franken (40 Euro) bezahlen müssen. Der Preis ist dann für die folgenden Kurse auf 120 Fraken gestiegen, dann auf 200 Franken, schliesslich 700 Franken. Ich setzte mir finanziell Grenzen durch der Tatsache, dass ich einen Sohn im Studium hatte. Ais ich dies gesagt habe, hat man mir erklart, dass ich Mitglied des Personals werden könne. Ich kümmerte mich in der Kirche um die zentrale Kartei, d.h. um die Akten von jeder Person, die einen Kontakt mit Scientology hat, 50 die besuchten Kurse, die Rechnungen, usw.
lm Tretrad
 
Ich hätte jederzeit aus der Kirche austreten können, aber ich war mir nicht mehr bewusst, dass ich ins Tretrad geraten war. Man hat mir vorgeschlagen nach Los Angeles zu gehen, ich wollte nicht, aber es gelang ihnen, mich zu überzeugen. Ais ich in Los Angeles angekam erkannte ich gleich, dass mir das nicht gefiel und ich wollte wieder weggehen.
 
Doch man sagte mir, dass ich aufgrund der von mir gemachten Reise mindestens drei Wochen bleiben müsste. Ich habe also einen Kurs gemacht. Das Ziel von Scientology war, dass ich mich ihrer Sea Org anschliesse.
 
Ich absolvierte die drei ersten Kurse, es waren Kurse wie in der Schule, aber man arbeitet selbständig mit Büchern und Kopfhörer, es handelte sich um persönliche Arbeit. Es was stets jemand im Raum anwesend, falls man Hilfe benötigte. Ais ich diese Kurse begonnen habe wurden meine persönlichen Papiere der "Staff' am Ort, wo ich untergebracht war, übermittelt. Ich habe dann vorgeschlagen, meine Papiere selbst aufzubewahren, ich habe sie erhalten und ich ging weg. Ich ergriff die Gelegenheit und ich bat einen Taxifahrer mich zum nachstgelegen Flughafen zu fahren. Der Fahrer war ein Russe, der aus Russland fliehen musste. Er sagte mir, er finde, dass meine Abreise einer Flucht gleiche. Ich erklärte ihm, was mir passierte.
Die Holle der Arbeit bei Scientology in Los Angeles
 
Man hat mich in Los Angeles während den letzten beiden Wochen meines Aufenthalts fast nie alleine gelassen, ich konnte mich nicht frei bewegen. Der Grund meiner Beaufsichtigung war, dass ich Geld bedeutete, war ich verwitwet und war ich ohne Verpflichtungen. Die Scientology Kirche versuchte, mich wiederholt an sie zu binden, ich war jedoch nie zufrieden mit diesen Rehabilitationssitzungen. Zusätzlich zum Absolvieren von Kursen musste Reinigungsarbeiten machen, dem Personal der Cafeteria helfen, die Küchen reinigen und vieles mehr. Der Tag begann um 6 Uhr 30 und endete um Mittemacht. Ich wusste nicht, dass ich das machen musste. Ich kam, um Kurse zu besuchen. Diese Situation liess mich in Panik geraten
ln Los Angeles wurde meine Past konfisziert
 
Ich versuchte meinen Kindem zu schreiben, aber ich bekam keine Antwort, ais ich dann in die Schweiz zurückkehre stellte ich fest, dass meine Kinder nur die Briefe bekamen die ich ausserhalb des Gebäudes der Scientology Kirche aufgegeben hatte. Die Briefe, die ich im Gebäude selbst aufgab, sind nie verschickt worden. Das Zweck der Kurse in Los Angeles war, dass ich nach der Rückkehr in die Kirche von Lausanne ais Missionarin arbeiten würde indem sie mich befähigten, Kurse zu erteilen und wichtigere Funktionen in der Kirche von Lausanne einzunehmen, vor allem durch die Kirche von Los Angeles und nicht von Lausanne bezahlt zu werden.
 
Es gab in Los Angeles viele Leute mit dem gleichen Status wie ich. Es gibt die Leute die dies ertragen, denn sie wissen wo sie sind, aber es gibt auch Leute wie ich, die sich bewusstmachen, dass sie dies nicht wollen und sich in Sicherheit bringen. Ich erinnere mich an eine 16jährige Person, die sich der Sea Org (Seeorganisation) anschliessen musste, dies nicht wünschte, sie wurde jedoch gezwungen durch die Tatsache, dass ihre Eltem zu Scientology gehörten.
Retourbillett : Lausanne-Kopenhagen
 
Ais ich nach zwei Monaten von Los Angeles in die Schweiz zurückkehrte, ging ich zu meinem Sohn und blieb dort zwei Wochen. Ich konnte meine alte Wohnung nicht zurückbekommen infolge der Tatsache, dass ich sie Scientologen überlassen hatte, die jedoch die Miete nicht bezahlt hatten. Ais ich in die Schweiz zurückkam, begann die Kirche mich zu suchen, sie wollte, dass ich nach Kopenhagen gehe. Schliesslich, da ich der Kirche von Lausanne immer noch vertraute und ich nicht begriff, dass sie mich zum besten hielt, ging ich hait nach Kopenhagen für einen 'Rehabilitations-Kurs', damit ich aile negativen Gedanken los würde. Man hat mir gesagt, dass ich den Ethik Chef besuchen musste, allerdings hatte ich in diesem Moment nichts um ihn zu bezahlen. Am ersten Tag, bei meiner Ankunft, sagte mir das Madchen am Empfang, dass ich meine Tasche bei ihr lassen musste, sie sagte mir auch, dass ich mich mit der Tatsache abfinden müsse, dass der Chef nicht da war. Sie hat mir gesagt, dass ich der Cafeteria einen Schlag der Hand geben gehen konnte, der davon erwartete. Ais ich zur Rezeptionistin zurückgekehrte, fragte ich sie, ob der Chef nun da war; ihre Antwort war, dass er soeben gegangen war. Ich verlangte meine Tasche zurück, sie wollte sie mir nicht geben. Andere Personen kamen dazu und ich habe geschrien, dass ich meine Tasche zurück haben wollte und machte mich davon. ln der Tat, habe ich eine Hin- und Rückreise gemacht.
Flucht vor den Scientologen
 
Nach der Rückkehr in meine Wohnung wurde ich stiindig angerufen, jede Stunde klingelte das Telefon. Tag und Nacht klingelte das Tefefon, es war telefonische Belästigung. Sie sprachen sogar mit meinen Nachbarn, sie fragten sie, ob ich guten Kontakt mit ihnen habe, ob ich nicht ein bisschen komisch sei. Ich weiss, dass es Scientology war die meine Nachbarn befragte, weil ich nachfragte wie sie angezogen waren. Die Scientologen sind stets dunkelblau oder schwarz angezogen, mit einem hellblauen Hemd und einem an die Krawatte angehängten Symbol. Meine Nachbarn wussten, dass ich mein Haus an Scientologen vermietet hatte und konnten sie wieder erkennen.
 
Der Eigentümer des von mir gemieteten Hauses kannte mich und er hat Vertrauen zu mir, ich habe den Mietvertrag nicht verloren, er hat mir jedoch gesagt, dass er keine Scientologen mehr sehen wolle. Mein eigenes Haus hatte ich beim Tod meines Ehemannes meinen Kindern überschrieben. Ich wollte nicht mehr die Sorgen eines Hauses haben und auch den Druck von den Scientologen vermeiden. Ich hatte meinem Ehemann versprochen, dass das Haus den Kindern bleiben würde. Schliesslich ich bin ein Jahr zu Freunden nach Frankreich gegangen, um mich von der Scientology Kirche loslösen zu kônnen und damit man mich nicht wieder findet. lch war im Gebiet von Digne/Provence. Ich kam ungefahr aile zwei Monate in die Schweiz zurück. Indem ich nach Frankreich ging, ist es mir gelungen, die Scientology Kirche loszuwerden.
 
Jedoch, damit die Belastigung aufhôrte und bevor ich nach Frankreich ging, musste ich einerseits von meinem Arzt ein Attest ausstellen lassen, das von Scientology das Einstellen der telefonischen Belästigung verlangte da mich diese in einen depressiven Zustand versetzte, andererseits musste ich auch meinen Anwalt in Lausanne bitten, ebenfalls in diesem Sinn an Scientology zu schreiben.
Die Scientology Kirche von Lausanne hat mich zum besten gehalten
 
Ich war enttäuscht festzustellen, dass die Kirche von Lausanne mit mir nur gespielt hatte. Ich habe festgestellt, damit die Kirche von Lausanne im Dienstgrad aufsteigt war sie gezwungen, Leute zur Sea Org zu senden. Ich zog nicht in Betracht, dass ich bestimmt wurde zur Sea Org zu gehen und dass jemand anders meinen Platz in Lausanne erhielt.
 
Als erklärte, nicht zur Sea Org gehen wollen, wurde ich zum Gegenstand von Belästigungen.
 
Ich habe alles versucht, um nicht nach Los Angeles zu gehen. Ich bin na ch Bern gegangen um ein Visum zu erhalten, dort traf ich eine Person die ich kannte, do ch ich konnte ihr nicht sagen, dass ich gar kein Visum wollte, denn ich war nicht alleine in Bern, ich wurde von einer Person von Scientology begleitet.
 
Wenn ich von Belästigung spreche, in Wirklichkeit liess man mich nicht frei entscheiden, man versuchte nur mir aile positiven Punkte aufzuzeigen um dorthin zu gehen.
Ich wollte kein Darlehen aufnehmen, aber sie haben mich dazu gezwungen
 
Das, was ich für die Scientology Kirche ausgegeben habe, beläuft sich nach meinen Berechnungen auf ungefähr 120'000 Franken (75'000 Euro), davon eine Darlehen von 40'000 Franken (25'000 Euro). Ich kam durch Vermittlung der Scientology Kirche zu diesem Darlehen, über einen Treuhander in einem Dorf in der deutschen Schweiz. Ich wollte kein Darlehen aufnehemen, aber sie haben mich dazu gezwungen. Eine Person von Scientology begleitete mich, ich habe den Scheck nicht berührt, aIs ich unterschrieben hatte nahm ihn die Pers on von Scientology gleich an sich.
Ich hatte Angst
 
Ich muss sagen, dass ich in der Zeit Angst hatte. Ich hatte gehoört, dass Personen probleme bekommen haben, dass die Sache nicht gut ausging, aber man bekam keine präzisen Tatsachen zu hëren. Es war ein Druck, der sogar in der Kirche zirkulierte. Wenn man einen Kurs macht, beendet man ihn nie zur Zufriedenheit, man muss stets einen anderen Kurs angeboten, um alles das, was man eigentlich gerne gewusst hätte, zu lernen.
Wie funktioniert Scientology ?
 
Wenn Sie einen Kurs bei Scientology machen werden Sie automatisch aIs ein Mitglied von Scientology gehalten, eine Verhaltensweise, die die Statistik der wirklichen Zahl von Scientologen auf der Welt verfälscht. Er ist üblich, dass die Kirche von Scientology die Leute herabsetzt, das gehërt zu dem, was die schwarze Propaganda nennen. Sie sagen, dass jemand der Scientology verlassen hat jemand negativer ist, der gegen Scientology ist. Ich selbst bin eine 'unterdrückerische Person' aufgrund der Tatsache, dass ich mein Buch geschrieben habe. Das heisst, dass ich eine Pers on bin, der Scientologen Schaden zufügen dürfen. Ich wusste was das bedeutet seit dem Moment, als ich Mitglied des Personals wurde.
 
Bei Scientology darf man nicht mit jemandem ausserhalb von Scientology über sich selbst und seine Erfahrungen sprechen. Aufgrund dieser Tatsache wissen die Leute nichts von den anderen. Wenn man bei Scientology arbeitet soll man normalerweise nicht darüber sprechen .
 
Die Angestellten werden jede Woche entsprechend den von der Organisation während der Woche gemachten Gewinn bezahlt. Den administrativ beschaftigen Personen wird weniger bezahlt, weil sie kein Geld einbringen. Das Gehalt wird entsprechend den Statistiken bezahlt. Der Durchschnitt meines Gehalts pro Woche war zwischen 27 und 50 Franken. Der höchste mir ausbezahlte Betrag war ungefähr 220 Franken.
 
Offiziell solI Scientology keine medizinische Tätigkeit ausüben. Dennoch machen sie Akupunktur am Finger, sie nennen das "touch". Beim Auditing, nach meiner Meinung, machen sie psychologische Hypnose. Sie lassen Sie eine Mauer anstarren, es lassen Sie Gegensatze aufzählen, dann stellen sie Ihnen Fragen, die Sie zu Antworten anstacheln. Ich habe diese Methoden selbst mitgemacht. Indem sie dieses Auditing machen, lernen sie viele persönliche und intimste Dinge über die Personen. Ich habe bei meinem Austritt mein Dossier nicht zurückbekommen. Scientology behauptet, dass es ihr Ziel sei den Leuten zu helfen, aber meiner Meinung nach ist das Ziel sich zu bereichern.
 
Aus dem Inneren gesehen gibt es viele personen, von deren man nicht weiss, was sie machen oder was sie gemacht haben. Das heisst schlecht organisiert.
Methoden, die Spuren hinterlassen
 
Ich erhalte manchmal Telefonanrufe bei denen ich Zweifel habe. Ich bleibe wachsam in Bezug auf Scientology. Manchmal erhalte ich auch falsche Telefonanrufe.
 
Persönlich bin ich durch diese Erfahrungen gereift, ich habe den Eindruck gelernt zu haben, gewissen Sachen zu misstrauen. Früher war ich oft sehr naiv, ich dachte nicht daran, dass Scientology so sein könnte.
 
Was mich mir am meisten weh tut ist, die Jugendlichen zu sehen, die nichts haben, man nimmt ihnen ihre Familie, ihre Freunde, ihre Wünsche weg. Man muss seine Familie verlassen um zum Personal zu gehören, oder die Familie muss folgen. ln Scientology darf man nicht jemandem ausserhalb von Scientology von sich erzählen.
 
lch möchte, dass man die Jugendlichen besser vor Scientology schützen kann. Für die Erwachsenen ist es jedoch schwer ihnen zu sagen, nicht dorthin zu gehen. Das was ich sagen kann, ist das, was ich beispielsweise erlebt habe.
 
Zum Schluss muss ich sagen, dass ich den Eindruck habe, dass ich an dem Tag als ich meinen Finger ins Getriebe gesteckt habe und damit die Kontrolle über mich verlor und eine grosse Durnrnheit gemacht habe. Mein Ehemann sagte mir am Anfang, dass ich je schneller desto besser wieder weggehen soll, meine Kinder sagten mir, dass bei mir etwas nicht mehr stimmte, ich habe sicher auch meine Sprache ihnen gegenüber geandert. Ich habe versucht meine Kinder zu bitten, mir jetzt zu erklaren wie ich war, aber meine Kinder wollen heute nicht mehr davon sprechen.
 
lch habe ein Buch geschrieben : "Hölle und Sekte - mein Leben im Herzen von Scientology". Alles was ich geschrieben habe ist das, was ich tatsächlich erlebt habe. lch habe meine Geschichte in Form von Märchen erzählt.
 
Jo, September 2004 (Mitglied von Scientology von 1987 bis 1993)
 
 
Aussage einer ehemaligen Mitarbeiterin von Scientology
Mitglied der Scientology Kirche von Lausanne von 1987 an 1993
 
Teil 2
Ein überraschendes Noviziat : das EPF (Estates Project Force)
(Scientology betrachtet die Sea Org als "religiöser Orden")
 
Im Jahr 1991, als ich Angestellte der Scientology Kirche war und ich gerade meinen Ehemann verloren hatte, wurde ich gezwungen in die USA nach Los Angeles zu gehen um für das Weltzentrum von Scientology zu arbeiten. Es ging darum, durch meine Arbeit für die Kosten einer in Lausanne angekommenen amerikanischen Missionarin aufzukommen.
 
Die Dauer meines Aufenthalts wurde mir nie mitgeteilt, ich fühlte mich in den USA gefangen und erwartete den Moment, in dem ich fliehen konnte. Ich bekam kein Gehalt. Da ich eine Witwenrente bezog wurde mir unterstellt, eine reiche Mitarbeiterin zu sein.
 
Ich war etwa zehn Kilometer vom Hollywood Boulevard (dem Sitz von Scientology) untergebracht, gemeinsam mit dreissig anderen Personen in einem Schlafraum. Wir hatten Etagen-Betten, denn unser Raum in dem ehemaligen Krankenhaus war für höchstens 12 Patienten vorgesehen ... Es herrschte dort eine unmögliche Unordnung und ich fand kein Platz um meine Sachen zu verstauen als unter meinem Bett.
 
Nachdem ich in der Kirche von Lausanne einen aus eigenem Sack bezahlten Kurs begonnen habe, dachte ich, dass ich ihn in meinen freien Stunden beenden kann, aber das ist mir nie möglich gewesen. In der Folge hat man mir ein Sicherheitsprogramm vorgeschrieben (das EPF, Estates Project Force), wo ich - 7 Tage in der Woche während 24 Stunden am Tag - Reinigungsarbeiten und verschiedenen Aufgaben zu erledigen hatte für den mir zugeteilten Posten. Ich hatte keinen Moment Ruhe noch der Möglichkeit, Abstand zu gewinnen.
 
Die lästigen Reinigungsarbeiten waren erniedrigend, es hatte in diesem Krankenhaus so viel Dreck in den Zimmern und den immensen Gängen. Ein Aufseher spuckte mir sogar in dem Moment in meinen Händen als ich Ekel zeigte beim Versuch, das schmutzige Reinigungswasser zu wechseln bevor ich die Arbeit beendet hatte. Für ihn darf ein Mitglied der Sea-Org weder Emotionen noch Mitleid zeigen.
 
Ich wurde nie alleine gelassen, wir mussten unseren Arbeitsdienst in Gruppen von 5-7 Personen erledigen. Ich musste beim Servieren des Essens für die anderen Angestellten helfen. Dafür war ich nicht hergekommen, auch angesichts meines Alters. Ich war 50 Jahre alt und meinte, dass mir dies nicht aufgebürdet werden durfte. Wenn ich am Abend in die Unterkunft zurückkehrte war der Bus überfüllt. Es gab für die Angestellten zwei Pendelbusse und diejenigen, die keinen Platz fanden, mussten zu Fuss zurückkehren.
 
In jedem Zimmer gab es Petzer. Man musste aufpassen was man sagte! Eine Dame russischer Herkunft hat mir sogar gestanden, dass sie besser zu Hause geblieben wäre. «Dort war es erträglicher» sagte sie mir !
David Miscavige, der grosse Chef von Scientology, ist ein verächtlicher Mann.
 
Seit meiner Ankunft hatte ich Kontakt mit David Miscavige, dem grossen Chef der Sea-Org und Scientology Kirche. Ich habe verschiedene Male feststellen müssen, dass er über alle Masse von sich selbst eingenommen war und dass er darauf bestand, uns zu zeigen, dass er alle Rechte hatte.
 
Hier einige Beispiele :
 
In einem mit Angestellten überfüllten Aufzug zögerte David Miscavige nicht im Geringsten, sich eine junge Frau vorzuknüpfen.
 
David Miscavige knüpfte sich unter vehementen Gesten sogar die Tochter von Ron Hubbard vor. Das fand vor allen wichtigsten Verantwortlichen der Sea-Org statt. Indem David Miscavige Hubbards Tochter öffentlich dermassen anschrie wollte er uns zeigen, dass er sein einziger Nachfolger ist.
 
David Miscavige, der manchmal im gleichen Bus war der uns zur Unterkunft zurück brachte, verlangte mal von mir in autoritärem Ton : "Steh auf! Mach deinen Platz frei !". Da ich war müde und einiges älter als er, weigerte ich mich und er wurde wütend. Guillaume Lesèvre, ein anderer Leiter von Scientology, war bei ihm, sah offensichtlich die Ungeschicklichkeit seines Chefs und mischte sich ein indem er mir erlaubte, sitzen zu bleiben.Indem er sich neben mich setzte fragte er mich, was ich da mache. Er war mir kurze Zeit zuvor anlässlich eines Besuchs der Scientology Kirche in Lausanne begegnet, zum Zeitpunkt als aus der einfachen Mission die Organisation zur Kirche wurde. Aber um den Fängen der Scientologen zu entgehen konnte ich ihm nur sagen, dass alles gut läuft. [Man muss wissen, dass die geringste Kritik oder Zögern als Zeichen des Verrats betrachtet wird, das in der Folge der internen Polizei von Scientology gemeldet werden muss.]
 
David Miscavige sprach mich nie wieder an. Ich fühlte jedoch, dass er ein Mann war, der für seine Angestellten nur Verachtung übrig hatte.
 
Am nächsten Tag musste ich mich einer Sicherheitskontrolle unterziehen. Man wollte unter anderem wissen, wie es dazu kam, dass ich einen Leiter von Scientology persönlich kannte.
 
 
    Der Tagesablauf in der «Sea Org» von Scientology
 
     Von Montag bis und mit Sonntag
 

05h30

Aufstehen

06h05

Appell - Geschirrwaschen - Mithilfe beim Servieren des Frühstücks

06h30

Essen (max. 20 Minuten)

07h00 - 12h00

Arbeitsdienst, Reinigungsarbeiten

12h00

Appell - Geschirrwaschen - Mithilfe beim Servieren des Mittagessens

12h30

Essen (max. 20 Minuten)

13h00 - 18h00

Vorgeschriebene Kurse (in einem Raum neben den Schlafsälen)

18h05

Appell - Geschirrwaschen - Mithilfe beim Servieren des Abendessens

18h30

Essen (max. 20 Minuten)

19h00

Abfahrt Bus zum Hollywood Bvd

19h30 - 22h30

Arbeitsdienst an den vorgeschriebenen Posten - Transport von schriftlichen Befehlen und von zahlreichen Dokumenten, Sortieren von Papierkram - usw.

22h35 (23h00)

Warten auf den Bus - (der stets Verspätung hat)

23h (23h30)

Appell - Tagesbilanz zum Abgeben erstellen (Statistiken)

23h00 - 23h30

Saubermachen - warten um sich zu waschen (3 Duschen für etwa hundert Angestellte) Lichterlöschen - Beginn des Schnarchens und der Hitze - Keine Klimatisierung - der Ventilator ist defekt...

    Am Samstag Nachmittag wurden uns nur 3 Stunden Freizeit gewährt.
 
    Man musste sich beeilen, um seine Kleider zu reinigen
    und das Zimmer aufzuräumen, falls man nicht für
    sehr schlecht gehalten werden wollte.
 
    Für meine Arbeit wurde mir nie ein Gehalt gezahlt.
 
Seltsames Verhalten
 
Wir mussten für unsere Transporte stets pressieren. Wenn ein Angestellter seine Aufgabe nicht richtig gemacht hat, musste er sich in Anwesenheit des Vorgesetzten anderen gegenüber setzen, seine Fehler beichten und anerkennen, dass er seine Arbeit schlecht gemacht hat. Falls er es erneut riskierte, sah ich ihn nie mehr wieder. Was war mit ihm geschehen? Ich habe mich gefragt, ob er für untauglich gehalten und aus der Gruppe ausgeschlossen wurde. Diese Angst trieb uns an, das was von uns verlangt war perfekt zu machen.
 
Im Celebrity Center von Los Angeles, damals in Renovation, wurde mit mir ein seltsamer Test gemacht. Ein Scientology behauptete, dass das in der Eingangshalle aufgestellte Klavier, von dem ich wusste dass es mechanisch war, vom Geist von Ron Hubbard gespielt wurde ... wollte man mein Naivitätsniveau abschätzen ? Ich frage mich immer noch, was mit mir passiert wäre, wenn ich seinen Worten Glauben geschenkt hätte. Hätten die Scientologen von mir verlangt, irgend etwas auszuführen ... ?
 
Ich war damit beauftragt, die Wohnung von einem der 7 Angestellten des höchsten Kaders (Watchdog comittee) zu reinigen. Scientology hatte 40 cm vor dem Eingang eine Mauer gebaut, um die Tür völlig zu verdecken. Ich musste mich von der einen oder anderen Seite durch die Öffnung zwängen, damit ich eintreten konnte. Ein starker Mann hätte es nicht geschafft. Musste man diesen Direktor vor einem Terroranschlag schützen? Wovon und vor wem hatte er Angst ?
Sklaverei und Bestrafung in Scientology : eine Verletzung der Menschenrechte
 
Ich entdeckte, dass ein Mädchen von 14 Jahren, die Tochter eines hohen Leiters von Scientology, eine 10 oder 11 jährige Sklavin mexikanischer Herkunft zu ihren Diensten hatte. Dieses Kind musste jeden Tag 24 Stunden das machen, was seine "Meisterin" von ihm verlangte.
 
Sie waren ständig zusammen und schliefen im gleichen kleinen Zimmer, die Sklavin schlief auf dem Boden am Fuss des Bettes ihrer "Meisterin".
 
Nachdem sie zu fliehen versuchte wurde diese Sklavin vom Chef des EPF bestraft. Sie musste mit geschlossenen Augen in der sengenden Sonne sitzen. Sie musste aufrecht sitzen und bekam den ganzen Tag nichts zu trinken. Sie wurde ständig überwacht und es wurde ihr gedroht, gefesselt zu werden wenn sie die geringste Bewegung machte oder die Augen öffnete !
 
Als ich sie am Abend sah hätte man sie für eine verwelkte Blume halten können. Da ich nicht für ihren Tod verantwortlich sein wollte, beeilte ich mich ihr ein Glas Wasser zu bringen, das sie gierig trank. Im Augenblick als ich ein zweites Glas Wasser füllen wollte wurde ich durch einen Verantwortlichen des Noviziats gewaltsam daran gehindert, er riss mir das Glas aus der Hand und befahl mir, zum *Bosun* (dem Chef der Sea Org-Mitglieder) zu gehen. Der *Bosun* sagte mir, dass ich viel zu sensibel sei und dass ich nicht mehr in die Entscheidungen der Verantwortlichen Scientologen eingreifen darf.
Gefangene in den Kellern von Scientology
 
Wir mussten jeden Morgen ein ehemaliges, blau gestrichenes Krankenhaus mit mindestens 13 Etagen reinigen, das in ganz Los Angeles sichtbar war. In diesem Gebäude befanden sich Kurssäle, Schlafräume sowie ein riesiger Speisesaal, in welchem täglich 6'000 Mahlzeiten serviert wurden. Auch im Untergeschoss gab es mehrere Etagen.
 
Wir erledigten unsere Arbeit in Gruppen von 3 bis 5 Mitarbeiterinnen, verteilt auf alle Etagen und es herrschte zwischen allen Gruppen ein Wettbewerb. Diejenige welche am Ende der Woche die meiste Zeit für ihre Arbeit brauchte musste ihre Kurse wiederholen, unter dem Vorwand das "Spiel" der "Sea Org" nicht verstanden zu haben; was die Dauer des Noviziats verlängerte. Die Kurse die im Allgemeinen wiederholt werden mussten betrafen die Regeln der Scientology : die Ethik von Scientology.
 
Nie wurden unsere Mannschaften jemals in die Untergeschosse geschickt, wo sich die Schlafräume der Leitung und die Gesamtheit des männlichen Personals befanden. Diese Schlafräume, im Gegensatz zu den in den oberen Etagen liegenden der Frauen, hatten keine Fenster.
 
Im untersten Untergeschoss herrschte eine schreckliche Hitze, wie ich in der Folge zufällig entdecken musste, befand sich dort das Gefängnis von Scientology, euphemistisch "das Krankenhaus" genannt ... Dieses unterste Untergeschoss war also dazu bestimmt, diejenigen einzusperren die "Sünden gegenüber der Organisation" begingen, weil nach Hubbards Doktrin "nur die Mitarbeiter krank werden, welche sich Verbrechen und Vergehen gegen Scientology schuldig machen ...".
 
Ich musste eines Tages mit zwei anderen Mitarbeiterinnen ersatzweise die Aufgabe der Reinigung des Untergeschosses übernehmen. Waren die anderen geflohen...? oder wurden sie bestraft ? Wir mussten nur die Treppen des Untergeschosses reinigen mit dem absoluten Verbot, die Zimmer oder angrenzenden Gänge zu betreten. Die zu den Gängen führenden Türen waren einen Spalt geüffnet, wir konnten einen widerlichen Dreck erkennen. Es war sichtbar, dass ausser den Treppen nichts gewartet wurde ... Alles war in einem abstossend schmutzigen Zustand.
 
Wir hörten plötzlich Hilferufe. Es waren zwei Männerstimmen, die wiederholte Proteste schrien. Wir stürzten uns in den (verbotenen) Gang, um ihnen zu Hilfe zu kommen. Wir fanden die Tür ihres Zimmers abgeschlossen. Es gab ebenfalls also einen dumpfen Lärm, der uns an den Fall eines Körpers denken liess, weil daraufhin sofort Stille eintrat. Eine Frau, offensichtlich als Reaktion auf unseren Versuch einzutreten, öffnete plötzlich die Tür und fragte uns wütend "Was suchen sie hier ?". Eine von uns die Englisch sprach antwortete ihr : "Wir haben geglaubt, dass es jemandem schlecht wurde". Sie schien verlegen und befahl uns abzuhauen, da wir dort nichts zu suchen hätten, schloss die Tür und drehte den Schlüssel.
 
Ich bemerkte auf dem Tablett, dass sie hielt, 3 oder 4 Spritzen, ein Fläschen das offenbar ein Desinfektionsmittel enthielt, ein Glas mit dem Rest einer transparenten Flüssigkeit sowie Baumwollgaze. Für mich als Krankenpflegerin war das Material für Injektionen.
 
Aufgrund dieses Zwischenfalls mussten wir beim Bosun (Chef des Noviziats) erscheinen. Nach einem Verhör, jede einzeln, gab er uns zu verstehen, dass uns der Zugang zu den Untergeschossen verboten war; er fügte hinzu, dass er nicht verstand warum man uns dorthin schickte. Es ist wahr, dass ich nicht mit diesem Teil des Gebäudes in Kontakt kommen konnte, denn unsere Aufgaben lagen in den oberen Etagen oder auf der entgegengesetzten Seite. Im weiteren war es für uns fraglos die Reinigungstour zu machen, abgesehen davon, dass ich micht verschiedentlich in diesem gigantischen Gebäude verirrte.
 
An die widersprüchlichen Anordnungen von Scientologen gewöhnt, war es für mich zwanzig Tage später keine Überraschung, als ein Verantwortlicher für den Wäschedienst ausnahmsweise meiner Mannschaft den Befehl erteilte, die Bettwäsche in drei Etagen des gleichen Untergeschosses einzusammeln und zu waschen. Er befahl uns, uns zu beeilen und uns nicht um das zu kümmern, was dort unten passierte. Wir mussten nur schnell die in grossen Taschen abgelegte Bettwäsche vor jedem Zimmer sammeln.
 
Es waren auf jeder Etage ungefähr 30 Zimmer, auf jeder Etage gab es 4 bis 5 Rollwagen um die Taschen zu sammeln. Manchmal musste ich ein Zimmer betreten um die Tasche einer Zimmergemeinschaft zurückzubekommen. Dabei habe ich festgestellt, dass in diesen Zimmern 6 bis 15 Angestellte untergebracht waren und dass sie keine Fenster hatten.
 
Während dieser unangenehmen Arbeit trafen wir auf zwei Scientologen. Der eine von ihnen hat uns daraufhin gefragr, was wir dort machen würden und ob wie wüssten, dass dies ein Gefängnis ist. In Anbetracht unserer Unwissenheit fügte sein Kollege in spöttischem Ton hinzu: "Yes, it's the jail here" (ja, hier ist das Gefängnis).
 
Aufgrund solcher Aussagen beunruhigt fragte ich ein deutsch-schweizerisches Mitglied von Scientology, das auch Franzüsisch sprach. Ich habe ihn gefragt, ob er wusste, was in den Untergeschossen abspielt. Er antwortete mir : "Für dich ist das am besten weder Augen noch Ohren zu haben, wenn du in die Untergeschosse gehst".
 
Ebenfalls versuchte ich zu erfahren, wer in diesen Kellern schwitzte, eine Kollegen hatte mal erfahren, dass Ron Hubbard selbst, ebenso wie Marie Sue Hubbard, dort eingesperrt wurden.
 
Solche Äusserungen sind schwerwiegend. Obwohl sie zum Teil darauf abzielten uns glauben zu machen, dass die scientologische Gerechtigkeit für alle die gleiche war, zeigten sie klar, dass in geringstem Abstand über unseren Köpfen eine ernsthafte Bedrohung schwebte.
Sind die Scientologen Diebe und Irre ?
 
In Scientology ist es verboten, seinen persönlichen Geruch zu überdecken (für die Angestellten ist Parfüm verboten) und darum war es wahrscheinlich nicht zufällig, dass meine Hautcremes verschwanden. Die Armut der für die Angestellten Scientologen bestimmten Nahrung erklärt auch das Verschwinden der Schokolade Tafeln, die ich aus der Schweiz mitgebracht hatte ...
 
Diejenigen die Ron Hubbard gekannt haben erzählten mir, dass er ständig dabei war sich die Hände zu waschen. Zum Beispiel wusch er sich die Hände jedes Mal, nachdem er eine Hand gedrückt hatte. Für mich bestätigte dieses Verbot von Parfums, dass Ron Hubbard unter einer Zwangserkrankung litt.
 
Um den Scientologen zu entkommen, nahm ich auf die erste Gelegenheit wahr
 
Nach einem Monat unter diesem Regime hat man mich bestimmt, einen Kurs am Hollywood Boulevard (Flags Büro) zu beginnen. Da mein Sudenten Dossier nicht angekommen war, ich habe vorgeschlagen, dieses abzuholen. Ich hatte einen Standplatz von Taxis ausfindig gemacht. Zum Glück verstand der Taxifahrer Französisch und begriff sofort, dass meine Abreise eine Flucht war. Er hat mir vorgeschlagen, mich zu seinen Eltern zu fahren, die ihrerseits "weisse russische" Flüchtlinge [nicht kommunistische] waren.
 
Ich wurde wie ein Mitglied der Familie herzlich aufgenommen, bekamm Unterkunft und Nahrung, bis ich fünf Tage später die Möglichkeit hatte, mit einem Flugzeug in die Schweiz zurückzukehren.
 
Dieser Empfang hat mir das Vertrauen an die Menschlichkeit wiedergegeben. Nochmals ein grosser Dank an Dimitri und an seine Familie, im Stress des Ereignissen habe ich vergessen, ihre Adresse aufzuschreiben.
 
Jo, 16. November 2005
 
Ich habe ein Buch geschrieben :
 
"Hölle und Sekte - mein Leben im Herzen von Scientology"
 
Alles was ich geschrieben habe ist das, was ich tatsächlich erlebt habe.
Ich habe meine Geschichte in Form von Märchen erzählt.