- Süddeutsche Zeitung, 30.10.2002, Ekkehard
Müller-Jentsch
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- Der Bannstrahl der Richter
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- VGH:
Scientology-Sekte darf keine Zelte aufstellen
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- Scientology darf nun doch keine
Zelte in der Münchner Innenstadt aufstellen. Der Bayerische
Verwaltungsgerichtshof hob gestern einen Beschluss des Verwaltungsgerichts
München auf, der es den Scientologen erlaubt hätte, Werbestände auf dem
Odeonsplatz einzurichten. VGH-Sprecher Martin Nebel erklärte am späten
Nachmittag: "Scientology hat keinen Rechtsanspruch darauf, mehrere öffentliche
Plätze in der Münchner Innenstadt für ,Wanderausstellungen' mit Zelten zu
nutzen." Eine nähere Begründung der Entscheidung werde den Beteiligten erst am
Mittwoch Vormittag zugestellt.
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- Wie berichtet, will die Stadtverwaltung die
Scientology-Sekte auf öffentlichen Straßen und Plätzen nicht dulden. Zur
Begründung heißt es sinngemäß, dass nach geltendem Recht Veranstaltungen von
"Gewerbebetrieben" auf öffentlichen Plätzen nicht zulässig seien. Die in den
Vereinigten Staaten, nicht aber in Deutschland als Religionsgemeinschaft
anerkannte Sekte zog empört vor das Verwaltungsgericht. Und tatsächlich hatten
die Richter der ersten Instanz noch teilweise zugunsten der "Church" geurteilt:
Ihre "Veranstaltung mit religiöser oder weltanschaulicher Zielsetzung" stelle
keine gewerbliche Tätigkeit dar. Deshalb verpflichtete das Gericht die Stadt,
zwei Zelte auf dem Odeonsplatz zu genehmigen. Gegen diesen Beschluss hatte
jedoch die Landesanwaltschaft im Auftrag des Innenministeriums ebenso Beschwerde
eingelegt wie die Stadt.
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- Der Streit eskalierte am Montag und auch gestern
wieder, als die Stadtverwaltung die Polizei zu Hilfe rufen musste: Die Kommune
wollte es nicht hinnehmen, dass Scientology-Mitglieder nun in der Sendlinger
Straße Passanten angehen, um diese in die von der Sekte angemieteten Räume im
"Anger Block" zu lotsen. Dort betreibt die in Amerika beheimatete "Church of
Scientology International" derzeit ihre so genannte Wanderausstellung.
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- Wie
Sebastian Groth vom Kreisverwaltungsreferat gestern sagte, liegen inzwischen
zwei neue Scientology-Anträge vor, Info-Zelte an der Münchener Freiheit und in
den Perlacher Einkaufs-Passagen (PEP) aufstellen zu dürfen. Vor einer
Entscheidung wolle man aber erst die Begründung des VGH-Beschlusses
abwarten.
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- Hamburger Morgenpost, 29.10.2002, Matthias
Onken
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- Vivien verklagt Scientologen-Eltern
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- 23-Jährige fordert
136000 Euro Schadenersatz / Sie musste im Elite-Camp schuften - Rücken
kaputt
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- Wie schmerzvoll, wie kaputt muss die Beziehung sein, dass ein Kind
seine Eltern verklagt? Der Gang vor Gericht - Bruch für alle Zeiten. Eine junge
Hamburgerin prozessiert jetzt gegen Mutter und Vater, weil diese sie nach
Scientology-Idealen erzogen haben. Das Mädchen sieht sich um seine Kindheit
betrogen. Der Fall Vivien L. (23) - morgen wird er vor dem Landgericht
verhandelt, bestätigte Sprecherin Sabine Westphalen der MOPO. Die Klägerin
fordert 126000 Euro Verdienstausfall, dazu 10000 Euro Schmerzensgeld.
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- Ein
spektakulärer Prozess, den die Zivilkammer 22 da vor sich hat: "Das ist weltweit
der erste Fall dieser Art", sagte Ursula Caberta, Sektenbeauftragte der
Innenbehörde auf Anfrage. Deutschlands wohl bekannteste Scientology-Aufklärerin
unterstützt die Klägerin. "Das ist ein Schritt, der ihr nicht leicht gefallen
ist", so Caberta. Darum geht es: Viviens Eltern sollen ihre Tochter zweimal nach
Saint Hill, England, geschickt haben. Dort befindet sich "Sea Org", die
Elite-Einheit der Sekte. "Ordensgemeinschaft" wird das Camp intern genannt. 13
war Vivien bei ihrem ersten Aufenthalt, 16 beim zweiten. Dort habe sie hart
arbeiten müssen, dafür kein Geld bekommen, sich aber ein Rückenleiden zugezogen.
Mit einem Attest will die 23-Jährige den erlittenen Schaden beweisen. Zudem habe
sie wegen "Sea Org" keinen ordentlichen Schulabschluss erlangt, klagt
Vivien.
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- Immer wieder berichten Ex-Scientologen von angeblichen Grausamkeiten
der "See-Organisation". Scientology-Gründer L. Ron Hubbard hatte die Truppe 1967
initiiert - "aus Sorge um das Wohlergehen der Menschheit", heißt es auf der
Homepage der Kirche. Die Realität ist offenbar eine andere. Da ist von Drill und
endloser Schufterei die Rede. Auf Krankheiten werde keine Rücksicht genommen.
Für Schule sei fast nie Zeit. "Wer aufgibt, gilt als Versager, als Schande für
die Familie", erzählt ein Aussteigerin. Mitglieder müssen bei "Sea Org" für eine
Milliarde Jahre unterschreiben. Eltern, deren Kinder Karriere im
scientologischen Sinne machen sollen, schicken diese ins
Elite-Camp.
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- Scientology-Sprecher Frank Busch nennt den Prozess eine
"Shownummer": "Frau Caberta instrumentalisiert das Mädchen. Sie sucht einen
Rechtfertigungsgrund für ihren Posten." VivGesetze. Dazu müssen Abweichler schwere körperliche Arbeit verrichten und
würden mit Schlafentzug bestraft. Selbst Kinder sind nicht ausgenommen, sie
gelten als "Thetanen in kleinen Körpern". In Deutschland gibt es 5000 bis 6000
Mitglieder. Scientology wird vom Verfassungsschutz beobachtet.
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- Süddeutsche Zeitung, 26.10.2002, Ekkehard
Müller-Jentsch
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- Ungebetene Gäste
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- KVR will Ausstellung der
Scientology-Sekte verbieten
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- Unwillkommenen Besuch will man nicht in seiner
guten Stube haben. Scientology, diese höchst umstrittene Psycho- Sekte, gehört
aus Rathaus-Sicht eindeutig in diese Kategorie. Deshalb stoßen die deutschen
Scientologen auch auf eisige Ablehnung mit dem Wunsch, in den nächsten Tagen in
der Münchner Innenstadt buchstäblich ihre Zelte aufschlagen zu dürfen – und zwar
für eine Wanderausstellung der amerikanischen „Church of Scientology
International“, die gerade durch Deutschland tourt. Das Kreisverwaltungsreferat
(KVR) sagte Nein zu dem Ansinnen. Nach Meinung des Münchner Verwaltungsgerichts
müsste dem Wunsch der Sekte aber wenigstens teilweise stattgeben werden. Die
Stadt will trotzdem hart bleiben und hat die nächste Instanz angerufen.
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- Erst
beabsichtigten die Scientologen, zwei Zelte auf dem Marienplatz, eines auf der
Neuhauser Straße, zwei auf dem Odeonsplatz, sowie drei weitere Zelte auf dem
Oberanger aufzubauen. Dort wollen sie kostenloses Info-Material verteilen,
umfangreichere Broschüren gegen eine „freiwillige Spende“ abgeben, und
„unaufdringlich“ Passanten ansprechen. Das will man im KVR jedoch nicht dulden:
Wie Sprecher Sebastian Groth erklärt, sind nach geltender Rechtsvorschrift
Veranstaltungen von „Gewerbebetrieben“ auf öffentlichen Plätzen nicht
zugelassen.
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- Scientology war empört: Nach US-Recht seien sie eine
steuerbefreite anerkannte Religionsgemeinschaft. Man wolle nichts verkaufen,
vielmehr handle es sich um eine reine Informationsveranstaltung über die
Tätigkeit der ehrenamtlichen Geistlichen der „Church“. Die Scientologen zogen
vor das Verwaltungsgericht.
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- Die 2.Kammer meinte jetzt auch, dass es sich bei
dem Antragsteller „zumindest um eine „Weltanschauungsgemeinschaft“ im Sinne des
Grundgesetzes handle. Ihre „Veranstaltung mit religiöser oder weltanschaulicher
Zielsetzung“ stelle keine gewerbliche Tätigkeit dar. Deshalb verpflichtete das
Gericht die Stadt, zwei Zelte auf dem Odeonsplatz zu genehmigen.
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- Gegen diesen
Beschluss legte am Freitag die Landesanwaltschaft im Auftrag des
Innenministeriums ebenso Beschwerde ein wie die Stadt. Der Bayerische
Verwaltungsgerichtshof wird nun am Montag feststellen müssen , ob – sozusagen
direkt vor der Haustür von Innenminister Günther Beckstein – die Sekte um neue
Schäfchen werben darf.
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- Zur Einstimmung traten schon am Freitag Scientologen
in der Fußgängerzone auf. Das konnte und durfte ihnen das
Kreisverwaltungsreferat allerdings nicht versagen: Die Sekten-Anhänger hatten
ihren Auftritt nämlich einfach als normale Demonstration angemeldet.
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- Tagesanzeiger, 19.10.2002, Hugo Stamm
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- Studie
schlägt Verbot von Scientology vor
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- Eine deutsche Studie befasst sich mit
der Frage, ob Scientology eine kriminelle Organisation ist und verboten
gehört.
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- Zürich. - Jahrelang stand Scientology in Europa im Kreuzfeuer der
Kritik. Vor allem in Deutschland jagten sich die Schlagzeilen, Politiker
forderten ein Verbot. Doch die Sekte konnte den Kopf immer wieder aus der
Schlinge ziehen, nicht zuletzt, weil sie von der amerikanischen Regierung und
vielen Hollywoodstars Rückendeckung bekam. Selbst dem deutschen
Verfassungsschutz gelang es nicht, der Sekte strafrechtliche Verstösse
nachzuweisen. Das Hauptproblem: Scientology schottet sich hermetisch ab. Und sie
ist den Behörden rechtlich meist einen Schritt voraus.
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- Trotz der Rückschläge
hat die bayrische Regierung nicht locker gelassen. Im November erscheint eine
Studie, die Zündstoff birgt, wie das Magazin «Focus» in seiner letzten Ausgabe
berichtet. Namhafte Juristen, Psychologen und forensische Psychiater
untersuchten Scientology vier Jahre lang. Die Resultate ihrer Forschungsarbeit
füllen ein 680-seitiges Werk.
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- Kriminelle Organisation
?
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- Das Fazit der 250
000 Euro teuren Studie: Mehrere Tätigkeitsbereiche und die innere Struktur
stünden im Widerspruch zu zentralen Prinzipien der Rechtsordnung, schreiben die
Forscher. Sie empfehlen den Politikern, ein Verbot in Erwägung zu ziehen und
halten auch «eine Strafbarkeit wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung»
für möglich.
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- Der bayrische Minister Günther Beckstein wird die Botschaft
nicht ungern hören, denn ihm ist Scientology schon lange ein Dorn im Auge.
Bayern hat auch schon Massnahmen ergriffen, die Scientology aber auf dem
Rechtsweg erfolgreich torpedierte.
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- Harsche Kritik übt die Studie am Umgang
von Scientology mit den Mitarbeitern. Der Leistungsdruck sei sehr gross,
ausserdem müssten Scientologen ihre Beziehung selbst zu engen Angehörigen
aufgeben, falls diese als mögliche «Störungsquelle» beurteilt würden. Kritisiert
wird auch, dass die Sekte bereits kleine Vergehen ihrer Anhänger als schwere
Straftaten werte. Weiter nahm die Forschungsarbeit die Kurse ins Visier.
Verschiedene Versprechen erfüllten den Tatbestand des Betrugs. Ausserdem würden
manche Angebote gegen das Heilpraktikergesetz verstossen.
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- Die Autoren haben
sich bei ihrer Arbeit auf Scientology-Unterlagen, Fachleute und 26 ehemalige
Scientologen gestützt. Gegen diese Auswahl laufen die Scientologen Sturm.
Aussteiger seien nicht glaubwürdig, monieren sie. Doch alle Versuche, aktive
Scientologen zu befragen, sind laut Mitautor Heinrich Küfner gescheitert.
Scientology hatte sich quer gestellt.
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- Das bayrische Innenministerium hat
bereits signalisiert, dass es sich besonders für den juristischen Teil der
Studie interessiert. Minister Beckstein erhofft sich neue rechtliche
Möglichkeiten, um den Aktionsradius von Scientology
einzuschränken.
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- «Machwerk ohne Substanz»
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- Die Scientologen haben die
Studie bereits heftig kritisiert. In einer Pressemitteilung nannte eine
Sprecherin die Studie «ein pseudowissenschaftliches Machwerk ohne Substanz und
Relevanz», obwohl sie den Abschlussbericht noch nicht gelesen hat. Die bayrische
Regierung versuche als «letzten verzweifelten Schlag die seit Jahrzehnten
widerlegten Behauptungen wissenschaftlich neu verbrämt unter das irritierte Volk
zu mischen». Die Bundesregierung und das höchste Verwaltungsgericht hätten
schliesslich bestätigt, dass Scientologen gesetzestreu und verfassungsmässig
handelten.
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- Netzeitung,
03.10.2002
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- Scientology beschwert sich bei Uno über
Deutschland
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- Die Scientology-Sekte sieht sich in Deutschland
diskriminiert. Sie legte bei der UN-Menschenrechts-Kommission Beschwerde gegen
Deutschland ein.
- Die Scientology-Sekte hat bei der
UN-Menschenrechtskommission Beschwerde gegen Deutschland eingereicht. Dei
Behörden verwehrten Scientology das Recht auf Versammlungsfreiheit und freie
Meinungsäußerung, erklärte die Organisation am Mittwoch in Los Angeles.
Scientology sieht sich zudem religiös diskriminiert. Ihre Anhänger seien
«persönlich, beruflich und finanziell» davon betroffen, hieß es. Die
Organisation verlangt von der Genfer UN-Kommission eine Untersuchung der
Vorwürfe. Die Bundesregierung müsse die Einschränkungen aufheben.
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- Der
Verfassungsschutz beobachtet Scientology in allen Bundesländern außer
Schleswig-Holstein.
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- Netzeitung,
28.08.2002
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- Sektenbeauftragter: Scientologen versuchen Flutkatastrophe
auszunutzen
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- Bei Katastrophen werden Anhänger der Scientology-Sekte
vermehrt gesichtet, wie ein Sekten-Experte beobachtet. Auch die
Hochwasserkatastrophe versuchten die Scientologen zu nutzen.
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- Mitglieder der
Scientology-Church versuchen die Hochwasserkatastrophe für ihre Sekte
auszunutzen. Nach Einschätzung der Evangelischen Kirche ist es eine Strategie
der Scientologen, Katastrophen für ihre Zwecke zu nutzen.
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- In den vergangenen
Tagen habe die Scientology-Church im brandenburgischen Perleberg und sächsischen
Pirna versucht, neue Mitglieder zu werben, sagte der Sektenbeauftragte der
evangelischen Kirche, Thomas Gandow, der Nachrichtenagentur ddp in Berlin. Auch
nach dem Amoklauf in Erfurt im April sowie nach dem Absturz der russischen
Passagiermaschine über dem Bodensee im Juli seien Scientologen verstärkt in
diesen Regionen in Erscheinung getreten. Die Sektenanhänger treten laut Gandow
häufig in gelben T-Shirts mit der Aufschrift "Ehrenamtlicher Geistlicher" oder
"Volunteer Minister" auf. "Sie sprechen nicht die Flutopfer, sondern die
freiwilligen Helfer an", sagte Gandow. Ziel der Sekte sei nicht, den Betroffenen
zu helfen, sondern vielmehr die "fähigen" Helfer für die Sekte zu gewinnen. "Für
die Angesprochenen besteht die Gefahr, dass ihr gutes soziales Engagement in
kostenpflichtige Kurse umgewandelt wird", warnte Gandow. In den kommenden Tagen
rechnet Gandow mit Auftritten der Scientology Church entlang der
Hochwassergebiete an der Elbe. "Es gibt eine Menge Menschen, die durch die Flut
jetzt verunsichert und durcheinander sind", sagte der Sektenbeauftragte. Er
befürchtet, dass sich die Menschen ködern lassen.
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- news.ch, 26.08.2002
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- Zürcher Obergericht verurteilt
Anlageberater
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- Das Zürcher Obergericht hat den Geschäftsführer sowie
einen Vermittler der Finanzfirma "Lincoln Systems Limited" zu 15 und 8 Monaten
Gefängnis bedingt verurteilt. Sie veruntreuten via Schneeballsystem 3,3
Millionen Franken.
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- Die beiden Schweizer Angeklagten hatten Mitte der 90er
Jahre 310 Anleger aus Zürich, der Ostschweiz und Süddeutschland hinters Licht
geführt. Die Kaufleute taten dies über die Finanzfirma Lincoln, die auf den
bekannten "Club 2000" zurückging, der seinerseits Verbindungen zum "European
Kings Club" hatte.
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- Den per Schneeballsystem gewonnenen Anlegern versprachen
sie monatliche Renditen von rund 14 Prozent. Der Grossteil der investierten
Summen landete aber nicht in den angeblichen Anlagefonds, sondern wurde jeweils
als Renditen an die Ersteinsteiger ausbezahlt.
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- Als das System zusammenbrach,
hatten die Anleger über 3,3 Millionen Franken verloren. Im November 2001 mussten
sich der Geschäftsführer sowie der Vermittler, der sich vor Gericht als
Scientology-Mitglied bezeichnete, wegen mehrfacher Veruntreuung vor dem
Bezirksgericht Zürich verantworten.
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- Während die Anklage Gefängnisstrafen von
18 und 11 Monaten forderte, liess es das Gericht bei 15 und 8 Monaten bewenden.
Die leichte Strafsenkung begründete es einerseits mit den Geständnissen der
Beschuldigten im Sachverhalt, andererseits mit der überlangen
Prozessdauer.
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- Am Montag wurde das Urteil des Bezirksgerichts rechtskräftig,
nachdem die beiden Angeklagten ihre Berufungsanträge zurückgezogen
hatten.
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- Tages-Anzeiger, 20.08.2002, Hugo
Stamm
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- Scientology-Plakate
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- Scientology-Geistliche bieten auf
Plakaten Hilfe bei allen Lebensproblemen an.
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- Die PR-Abteilung der
Scientology-Sekte ersinnt immer neue Aktionen, um auf Kundenfang zu gehen.
Zurzeit hängen in Zürich Dreifachplakate mit der Aufschrift: "Auch wenn die
Zeiten nicht immer leicht sind, man kann immer etwas tun. - Kontaktieren Sie
einen ehrenamtlichen Geistlichen der Scientology-Kirche." Die Plakate, unter
anderem auch im Bahnhof zu sehen, zeigen Hände, die Weltkugel Stück um Stück
demontieren. Eine Telefonnummer und eine Internetadresse animieren die
Passanten, sofort Hilfe bei den Scientologen zu suchen.
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- Hilfe bei Schock und
Seelenqualen
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- Was bietet Scientology den Rat Suchenden? "Wir sind jederzeit
da, um Ihnen zuzuhören, Sie zu verstehen und Ihnen praktische seelsorgerische
Hilfe zu geben", versprechen die Scientology-Mitarbeiter, die sich als
Geistliche ausgeben. Dabei trauen sie sich zu, auch schwer wiegende seelische
Probleme zu lösen. Ob die Rat Suchenden etwa unter Konflikten, Seelenqualen,
Schock, Drogenmissbrauch oder Lernproblemen leiden, die ehrenamtlichen
Geistlichen wissen (angeblich) Rat und kennen auch die Lösungen. "Geben Sie
Ihren Kindern die Erziehung dafür, im Leben erfolgreich zu sein", werden die
Interessenten beispielsweise aufgefordert.
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- Bei solchen Aktionen geht es
Scientology in der Regel darum, im Gespräch zu bleiben und Kontakt mit
potenziellen Kunden zu knüpfen. Wer sich in seiner Not an die Sekte wendet, wird
animiert, teure Scientology-Kurse zu absolvieren. Sektengründer Hubbard hat
zahlreiche umstrittene Methoden, Technologien genannt, entwickelt. Sie betreffen
die Arbeitswelt, die Schule, die individuelle Persönlichkeitsentwicklung,
Drogenprobleme, Erziehungsfragen usw. Gratis ist normalerweise nur die Beratung
der ehrenamtlichen Geistlichen. Sie glauben zu wissen, welche Scientology-Kurse
den Rat Suchenden am besten helfen.
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- Neue Ruhr
Zeitung, 8.8.2002, Susanne Heemeyer
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- Gottes
Kummerkinder
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- SCIENTOLOGY / Die Sekte macht sich auf dem sozialen Feld
stark: mit Selbsthilfegruppen will sie ihre Ideologie verbreiten.
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- DÜSSELDORF.
Grausame Erinnerungen an die Terror-Anschläge vom 11. September: Bilder von
Frauen und Männern, die in Trümmern nach Opfern suchen. Menschen erzählen von
ihren Rettungsaktionen im "Ground Zero". Betroffenheit macht sich breit. Doch
was am vergangenen Donnerstag auf dem Ausflugsschiff "Warsteiner" unter dem
Motto "Celebrity Center" und am Düsseldorfer Altstadtufer auf Flugblättern ("Wie
schlimm es auch sein mag, man kann immer was tun") verbreitet wurde, ist Teil
einer breit angelegten Image-Kampagne der Scientology-Organisation. Auch in
Frankfurt, Stuttgart und München machen die Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer
demnächst noch für je zwei Wochen Station.
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- Die bis in die Niederlande
reichende Werbe-Kampagne lässt die Sekten-Beauftragen der Kirchen in NRW und
andererorts aufhorchen. Die Scientologen als Wohltäter? "Die Mitglieder
verlagern seit neuestem ihre Aktivitäten verstärkt auf ,Nebenstraßen´, versuchen
mit dem Engagement auf dem sozialen Feld, neue Mitglieder zu werben und
gesellschaftsfähig zu werden", sagt Andrew Schäfer, Sektenbeauftragter der
Evangelischen Kirche im Rheinland.
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- In letzter Zeit unterstützen die
Scientologen beispielsweise über ihre Unterorganisation KVPM (Kommission für
Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte) Selbsthilfegruppen gegen den
Einsatz des Beruhigungsmittel Ritalin, waren als Helfer bei der
Flugzeugkatastrophe am Bodensee vor Ort. Soziales Engagement, um ihre Inhalte zu
kolportieren, Hilfe anbieten, um Gefälligkeiten zu erwarten. Leichtes Spiel,
Ziele durchzusetzen.
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- "Wenn die Sekte es schafft, zum öffentlichen Bild zu
gehören", warnt Ingolf Christiansen, Beauftragter für Weltanschauungsfragen in
der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, "hat sie leichtes Spiel,
ihre Ziele durchzusetzen." Schließlich fehle ihnen aber noch die Lobby, die sich
in den USA bereits etabliert habe. Eine Gefahr, die sich "im Halbdunkel zu einer
Größe entwickeln könnte" (Andrew Schäfer) stellt die Organisation für
Christiansen aber noch nicht dar: "Dafür sind sie politisch und wirtschaftlich
zu schwach."
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- Anfällig für die Verlockungen von Scientology seien vor allem
Menschen, die sich gerade in einer privat oder beruflich schwierigen Situation
befänden. Und die, die von Natur aus sehr labil seien, sagt der
Sektenbeauftragte Schäfer. Sie seien gefährdet, psychisch und physisch
ausgebeutet zu werden.
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- Was die Mitgliederzahlen betrifft, klaffen die
Angaben von Scientologen und Verfassungsschutz weit auseinander: Während die
Organisation nach eigenen Aussagen in Nordrhein-Westfalen rund 4500 Anhänger hat
- bundesweit sollen es 25 000 bis 30 000 sein - schätzt der
Landesverfassungsschutz die Zahl in NRW auf rund 400 praktizierende
Scientologen. Bundesweit sollen es bis zu 6000 sein. Ingolf Christiansen hält
die Angaben von Scientology für "reine Propaganda-Maßnahmen".
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- Tagesanzeiger,06.08.2002, Hugo Stamm
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- Scientology kommt
jetzt auf Samtpfoten daher
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- Scientology will das schlechte Image
verbessern und gibt sich sanft. Doch die Sekte nutzt alle Methoden und Tricks,
um Ahnungslose zu umgarnen.
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- Das Zürcher Scientology-Zentrum war jahrelang
eine der Vorzeigeorganisationen der weltweit tätigen Psychosekte und wurde von
der amerikanischen Mutterorganisation regelmässig geehrt. Der Grund: Die
Millionenspenden und Kursgelder der Zürcher Mitglieder flossen
überdurchschnittlich Richtung USA. Doch dann setzten der Organisation
unrühmliche Schlagzeilen über die Abzockerei der Anhänger und reihenweise
Pleiten scientologischer Geschäftsleute zu. Sie musste das riesige Zentrum an
der prestigeträchtigen Badenerstrasse aufgeben und sich mit einem kleinen
Geschäftshaus an der Freilagerstrasse am Rand von Zürich bescheiden. Ausserdem
drückte das angeschlagene Image auf die Mitgliederzahlen. Die Krise zwang die
Zürcher Organisation, ihre aggressive Politik zu überdenken und Imagekorrekturen
vorzunehmen. Scientology-Chef Jürg Stettler sorgte dafür, dass seine Leute die
Mitglieder nicht mehr wie eine Zitrone finanziell auspressten. Viele
Scientologen waren früher gedrängt worden, Kredite über Zehntausende oder
Hunderttausende Franken aufzunehmen. Als Kreditvermittler traten oft
Scientologen auf, die sich von Grossbanken refinanzieren liessen. Viele
Scientologen waren verschuldet, und es entstand ein volkswirtschaftlicher
Schaden in Millionenhöhe.
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- Obwohl Scientology heute in Zürich auf Samtpfoten
schleicht, hat sich am totalitären Indoktrinationssystem wenig geändert. Die
Kurse kosten immer noch ein Vermögen - eine Stunde auf den höchsten Stufen bis
zu 1000 Franken. Und die Dutzenden Mitarbeiter schuften immer noch bis zu 70
Stunden pro Woche. Als Gegenleistung erhalten sie lediglich ein besseres
Trinkgeld. Ausserdem erfinden die Zürcher Scientologen immer neue Methoden, um
weitere Mitglieder zu ködern.
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- Neu ist das Telefon-Marketing. Scientologen
ackern das Telefonbuch durch und fragen die Leute zum Beispiel, was sie
unternehmen würden, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Sie versuchen,die
kontaktierten Personen in ein per-sönliches Gespräch zu verwickeln und ihnen ein
Scientology-Buch zu verkaufen. Manchen Gesprächspartnern ist nicht klar, von wem
sie umgarnt werden.
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- Neuerdings als Hausierer unterwegs
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- Manche
Scientologen betätigen sich seit neustem als Hausierer. Sie polieren wie die
Zeugen Jehovas oder Mormonen die Hausklinken und wollen den Leuten Bücher
andrehen. Es lässt sich nicht eruieren, ob sie eine Bewilligung besitzen. Die
Öffentlichkeitsabteilung von Scientology Zürich behauptet jedenfalls, es seien
Patente eingeholt worden.
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- Ein 17-jähriger Lehrling kroch den Scientologen
auf den Leim, obwohl er Scientology eigentlich kannte. Er kaufte eine Broschüre
und füllte einen Fragebogen aus. Es handle sich um eine Umfrage für
wissenschaftliche Zwecke, wurde ihm erklärt. Der Lehrling beantwortete die 200
Fragen des so genannten Persönlichkeitstests. Erst als er die Resultate
vorgesetzt bekam, realisierte er, wo er gelandet war. «Ich ärgerte mich masslos,
dass ich auf die Scientologen hereingefallen war», sagt er hinterher. Als
Frechheit empfindet er auch die Auswertung.In neun von zehn Testkriterien
verliefdie Persönlichkeitskurve im negativen Bereich. In sieben Punkten war er
fast auf dem tiefsten Punkt der Bewertungsskala. Wäre der Test seriös, müsste
der Lehrling als asozial, depressiv, neurotisch und debil gelten. Das
vernichtende Resultat macht aus Sicht von Scientology durchaus Sinn. Es flösst
vielen getesteten Personen Angst ein. So können sich die Sektenanhänger in die
Pose der Retter stürzen und ihre Kurse als universelles Heilmittel
verkaufen.
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- Arbeitslose ködern
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- In jüngster Zeit erhalten die Scientologen
regelmässig eine Bewilligung, um an der Bahnhofstrasse einen Stand zu betreiben.
Dieses Privileg erkämpften sie sich auf dem Rechtsweg, den Segen gab am Schluss
das Bundesgericht. Um den angeschlagenen Ruf zu verbessern, organisiert
Scientology Ausstellungen, Reinigungsaktionen auf öffentlichen Plätzen und teure
Plakataktionen. Ausserdem steht beim neuen Zentrum eine grosse Tafel auf dem
Trottoir. Die verführerische Botschaft: Arbeitslose erhalten sofort einen Job.
Um Goodwill zu schaffen, verteilen Scientologen gelegentlich Rosenim Quartier.
Als Scientology das neue Zentrum in Zürich-Albisrieden bezog, versprach die
Organisation, im Quartier nicht auf Kundenfang zu gehen. Nun klagt ein Anwohner:
«Ich habe oft zweimal pro Woche Werbematerial der Scientologen im Briefkasten.»
Diese besuchten auch Geschäfte und wollten Bücher ihres Gurus Ron Hubbard
ausstellen.
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- Trotz finanziellen Engpässen kleckert Scientology nicht, wenn es
um das Feiern von prestigeträchtigen Festen geht. Kürzlich lud die Organisation
zum «Ehrenstatus-Dinner» ins «Grand Hotel Dolder» ein. Die Schweizer
Scientologen wurden von der Mutterorganisation für ihre Verdienste - sprich
Umsätze - geehrt. Doch wer glaubt, die Amerikaner würden die ausgebeuteten
Mitarbeiter von Zürich für die Schufterei belohnen, kennt Scientology schlecht.
Die Gäste mussten einen Eintritt von 325 Franken bezahlen.
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- ....ien L. verließ die Organisation 1998,
ihre Eltern gehören ihr noch heute an. "Nach seiner Rückkehr war das Mädchen
weiter in der Kirche. Vorwürfe gab es nicht", wundert sich Busch. "In die
Familie wurde ein Keil getrieben. Unser Vorschlag wäre, sich an einen Tisch zu
setzen, sich auszusprechen."
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- Die Sekte
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- Im Jahr 1950 gründet der
Science-Fiction-Autor Lafayette Ron Hubbard die Scientology-Church. Sie
verspricht Lebenshilfe. Tatsächlich, so der Vorwurf, ginge es ihr um das Geld
ihrer Mitglieder. Aussteiger berichten von Psychoterror bei Verstößen gegen
Sekten.
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