- Der Landbote,
2.10.2001
BILDUNGSDIREKTION ERTEILT BEWILLIGUNG
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- Zweite
Scientology-Schule
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- Die Bildungsdirektion hat einer Privatlehrerin und
Scientologin die Bewilligung zur Führung einer privaten Primarschule
erteilt.
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- Es ist dies bereits die zweite von Scientologen betriebene Schule in
Zürich. Robert Steinegger von der Bildungsdirektion bestätigte auf Anfrage eine
entsprechende Mitteilung der Schulleiterin Annelise Rothen vom Montag. Die
Schule soll nach den Herbstferien ihren Betrieb mit 20 Schulkindern aller sechs
Primarschulstufen aufnehmen. Den Unterricht bestreiten Rothen und eine weitere
Lehrerin. Die beiden Frauen unterrichten bereits seit einigen Jahren privat.
Ihre Lehrertätigkeit sei mehrmals begutachtet worden und habe zu keinerlei
Beanstandungen Anlass gegeben, sagte Steinegger. Im Mai 2000 hat die
Bildungsdirektion bereits eine Bewilligung für eine nach den
Scientology-Grundsätzen geführte Schule erteilt. Laut Steinegger hat man nach
denselben, in der damaligen Grundsatzdiskussion aufgestellten Kriterien für die
Bewilligung entschieden.
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- Wirtschafts-Woche Wirtschaft,
21.9.2001
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- Scientologe: Au-pair-Mädchen-Vermittllung
verboten
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- Ein Bekenntnis zu den Lehren des Scientology-Gründers Ron
Hubbard ist nicht mit einer Tätigkeit als Arbeitsvermittlerin vereinbar.
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- Das
entschied der erste Senat des Landessozialgerichtes Rheinland-Pfalz in Mainz. In
der Urteilsbegründung hieß es, zwar genüge die bloße Mitgliedschaft bei den
Scientologen nicht für eine Aufhebung der Arbeitserlaubnis. Der Klägerin, der
die Bundesanstalt für Arbeit (BfA) die Arbeitserlaubnis entzogen hatte, fehle
aber wegen ihrer tiefen Durchdringung mit den Lehren Hubbards die für ihre
Arbeit erforderliche Zuverlässigkeit.
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- Die BfA hatte der 45-jährigen Klägerin
die zunächst erteilte Arbeitserlaubnis wieder entzogen, nachdem sie aus
Presseberichten von deren Mitgliedschaft bei Scientology erfahren hatte. Die
ehemalige Masseurin und Bademeisterin hatte seit 1994 meist aus Estland
stammende Au-pair-Mädchen an deutsche Gastfamilien vermittelt.
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- Der
Vorsitzende Richter Ralf Bartz führte in der Urteilsbegründung aus, das Gericht
habe der Klägerin vor allem angelastet, dass sie zwischen sechs und zehn Prozent
der Au-pair-Mädchen an Scientologen vermittelt hatte, ohne die Mädchen hierauf
hinzuweisen. Die fehlende Belehrung sah das Gericht auf Grund des geringen
Alters und der mangelnden Sprachkenntnisse der Au-pair-Mädchen als besonders
problematisch an.
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- Die Klägerin, die unter Scientologen den Rang einer
Auditorin der Klasse fünf bekleidet, bekenne sich insgesamt zu den Lehren
Hubbards und sei von diesen tief durchdrungen. Im Zweifelsfall werde sie stets
dem Worte Hubbards und nicht dem geltenden Recht folgen. Dies decke sich aber
nicht mit den Anforderungen der von der Klägerin betriebenen
Arbeitsvermittlung.
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- Bartz stützte seine Urteilsbegründung auf die
umfangreiche Anhörung der Klägerin, bei der diese zu diversen Zitaten von Ron
Hubbard Stellung nehmen musste. Die Anhörung war erforderlich geworden, nachdem
das Bundessozialgericht den Rechtsstreit mit einem entsprechenden Auftrag an das
Landessozialgericht zurückverwiesen hatte. Das oberste Sozialgericht hatte
bemängelt, dass allein aus einer Mitgliedschaft bei Scientology nicht auf die
Unzuverlässigkeit der Klägerin geschlossen werden dürfe, sondern die
Gesamtpersönlichkeit der Klägerin zu berücksichtigen sei.
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- Das Gericht ließ
eine Revision gegen das Urteil nicht zu, da der Rechtsstreit keine
grundsätzliche Bedeutung habe. Die Klägerin kann gegen diese Entscheidung aber
noch eine Beschwerde einlegen.
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- Tagesspiegel,
20.9.2001, Gabriele Renz
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- Heilsbringer im
Trümmerfeld
- Sekten-Anhänger treten in New York als Helfer auf
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- Auf dem
Pressefax liest es sich wie eine Erfolgsstory: "Ehrenamtliche Geistliche (...)
geben hilfsbedürftigen Personen im Katastrophenzentrum Beistände, bis es ihnen
wieder gut geht. Anschließend zeigen sie ihnen, wie auch sie anderen mit
Beiständen helfen können. So wird die Zahl von qualifizierten Helfern immer
größer", vermeldet "Scientology". Es folgt die Schilderung einer hollywoodreifen
Erweckungsszene, in der ein kraftloser Feuerwehrmann nach einem "Beistand" durch
Scientology-Mitglieder die Suche nach dem vermissten Bruder fortsetzen konnte.
Die "touch assists", eine Art berührungsloses Handauflegen, sind unterfüttert
durch das Verteilen der Broschüre "Der Weg zum Glücklichsein", eine
unaggressive, softe PR-Schrift der "Scientologen". Die Organisation rühmt sich
der Erlaubnis, neben Polizei, Feuerwehr und den Mitarbeitern des Roten Kreuzes
in den abgeschirmten Bereich rund um "das Katastrophenzentrum des World Trade
Center" zu dürfen.
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- 450 sollen laut eigener Auskunft derzeit dort aktiv sein.
Der deutsche Verfassungsschutz zeigt sich wenig überrascht darüber, dass die
Organisation in dieser "angespannten Situation" tätig wird. Stuttgarts
Referatsleiter Klaus-Dieter Schiemann sagt, man dürfe sich wohl die Frage
stellen, "ob das die Hilfe ist, die die Helfer brauchen, die permanent
Leichenteile aus den Trümmerbergen herausziehen". Ganz typisch ist für Schiemann
die Ausgangslage, in der "Scientology" tätig wird: "Eine Situation von Angst und
Unsicherheit". Labile und verunsicherte Menschen brächte das in große
Schwierigkeiten. Denn, dass die Sekte natürlich nur scientologische
Erklärungsmuster biete, sei klar. Kenner der Szene sind empört. Hier werde
"schamlos eine Gelegenheit ausgenutzt", sagt der Berliner Scientology-Kritiker
Tilman Hausherr. Schon kurz nach den Attentaten hatte die Organisation per
E-Mail Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder zu Spenden aufgerufen. Das Gleiche,
so Hausherr, habe sich bereits nach dem Bombenattentat in Oklahoma abgespielt.
Dass in den USA öffentlich laut vor Betrügern gewarnt und "Scientology"
ignoriert werde, findet Hausherr "unglaublich".
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- "Scientology" hält sich
offenbar strategisch an die Menschen in Not - in New York an "Mitglieder der
Feuerwehr, Polizei, Ärzte und Krankenschwestern" und "bildet sie aus". So
vermeldet der baden-württembergische Ableger der Organisation, die
"Dianetik-Hotline" sei vom US-Fernsehsender Fox eingeblendet worden. Was nicht
gesagt wird: Sie hatte sich unter dem Namen "National Mental Health Assistance"
dort per e-mail gemeldet. "Die Krisen-Hotline ist jetzt geschaltet", wurde kurz
mitgeteilt. Ein Verweis auf Scientology fehlte. Doch wer anrief, landete eben
dort. Am Telefon wurde, berichtet die "St. Petersburg Times", eine
Gratis-Publikation, basierend auf dem Werk L. Ron Hubbards angeboten. Fox TV,
das sich inzwischen für die unzureichende Recherche entschuldigt hat, ließ die
"Scientology"-Nummer "800-FOR-TRUTH" stundenlang am unteren Bildrand laufen -
während die Bilder von Präsident Bush und Gattin Laura bei einer Trauerfeier
gezeigt wurden. Kurt Weiland, "Scientology"-Sprecher in Los Angeles distanzierte
sich. Er wies die Verantwortung dem Sender zu, bestätigte jedoch die 450
"volunteers" im Sperrbezirk.
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- Der Chef der (wirklichen) nationalen
Gesundheitsvereinigung in den USA, Michael Faenza, warnte, "Scientology" sei die
allerletzte Organisation, die emotional angegriffene Menschen anrufen sollten.
Deren derzeitiges Vorgehen nannte er "abscheulich" und bat die Organisation,
"dringend, sich aus der psychologischen Betreuung rauszuhalten".
Scientology-Kritiker Hausherr findet es schlicht "ekelhaft", dass "sie es
tatsächlich wieder geschafft haben". Bis heute stehen die
Scientology-"Volunteers" in ihren leuchtend gelben T-Shirts in Manhattans
Trümmerfeld. Und brüsten sich in anderen "mailings" damit, andere "echte"
Psychologen an der Arbeit gehindert zu haben.
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- Tagblatt der Südtiroler
Dolomiten, 30.08.2001
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- Von der Sucht in die Abhängigkeit
- Psychosekte
Scientology wirbt für Drogentherapie - Keine Beiträge von
Sanitätsdienst
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- Bozen (rc) - Mit dem
Versprechen, jeden Suchtkranken heilen zu können, werben so genannte
"Therapiegemeinschaften" auch in Südtirol um Patienten für ihre Einrichtungen in
Süd- und Mittelitalien. Das böse Erwachen für die Familie kommt mit der
Rechnung: Fünf Millionen Lire im Monat, die nicht von den Sanitätsdiensten
getragen werden. Wer nicht bezahlt, muss sofort gehen; wer bezahlt, bleibt
vielleicht für immer - in den Fängen der Psychosekte Scientology.
- Die
fraglichen Therapiezentren befinden sich in Süd- und Mittelitalien, das
bekannteste in den Marken. Mit der "Dianetics"-Methode sollen Suchtkranke mit
Erfolgsgarantie von der Droge entwöhnt werden. Die Patienten werden von einem
"Betreuer" der "Klinik" sogar daheim abgeholt. Keine langen Wartezeiten auf
einen Therapieplatz, keine bürokratischen Rennereien: Auch einige Südtiroler
Familien haben sich von diesen "Vorteilen" überzeugen lassen.
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- Ohne allerdings
zu wissen, worauf sie sich eingelassen haben: Monatlich fünf Millionen Lire
kostet die "Therapie", die nicht von der öffentlichen Hand finanziert wird, weil
die Gemeinschaft nicht im Verzeichnis der konventionierten
Therapiegemeinschaften eingetragen ist. Dies hat auch zur Folge, dass ihre
Methoden von keiner öffentlichen Stelle kontrolliert werden.
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- Der
Sanitätsbetrieb Bozen weist in einer Aussendung darauf hin, dass diese
Strukturen meistens auch keine Projekte für die Wiedereingliederung vorsehen,
wie z. B. Hilfestellung bei der Arbeits- und Wohnungssuche.
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- Ganz im
Gegenteil: Sobald die monatliche Rechnung für die "Therapie" nicht mehr bezahlt
wird, muss der Patient seine Koffer packen.
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- Übrigens: Laut Elio Dell'Antonio,
Primar der Dienstes für Abhängigkeitserkrankungen, weise die "Dianetics"-Methode
dieselbe Quote an Heilungschancen auf wie die Therapiemethoden konventionierter
Dienste.
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- Familien und Patienten sollten deshalb keine vorschnellen
Entscheidungen treffen und sich Fachkräften anvertrauen, die mit den
therapeutischen Strukturen ständig in Kontakt stehen und diese auch überwachen.
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- Stuttgarter Nachrichten,
21.07.2001
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- Kein Maulkorb für die Kritiker
- UPS unterliegt vor
Gericht
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- Berlin/Stuttgart (stn) - Im Berufungsverfahren gegen die
Stuttgarter Verbraucherschutzorganisation Aktion Bildungs-Information e.V. (Abi)
hat der weltweit größte Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) vor dem
Berliner Kammergericht eine Niederlage hinnehmen müssen.
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- Das Gericht folgte
auch in zweiter Instanz den Ausführungen der Abi in allen Punkten. Wie bereits
zuvor das Landgericht Berlin lehnte es das Kammergericht ab, der Abi zu
verbieten, Verbindungen zwischen UPS und der Scientology-Organisation (SO)
bekannt zu geben. Die Abi berichtete, in Pressemeldungen beweisbar, über
UPS-Spenden an eine Tarnorganisation der SO, UPS- Zahlungen an Abgeordnete des
amerikanischen Repräsentantenhauses und Lieferverträge zwischen Scientology und
UPS. Darüber hinaus führe die Scientology-Organisation, Schulungsmaßnahmen mit
UPS-Managern durch. In Folge der Auseinandersetzungen zwischen Abi, UPS und
Scientology legten die Bundestagsabgeordneten Dr. Uwe Jens (SPD), Gunnar Uldall
(CDU) und Rainer Funke (FDP) ihr Mandat im wissenschaftlichen Beirat von UPS
nieder.
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- Tagesanzeiger 18.07.2001, Hugo
Stamm
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- Die Scientologen ärgern am Paradeplatz
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- Seit Tagen
veranstalten Dutzende von Scientologen in der Zürcher City eine Werbeaktion wie
nie zuvor. Passanten und Geschäftsinhaber fühlen sich belästigt.
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- Seit die
Scientologen ihr Zentrum an der Badenerstrasse aufgegeben und sich in
Albisrieden eingenistet haben, ist es in Zürich um die Sekte relativ ruhig
geworden. Doch seit ein paar Tagen veranstalten die Hubbard-Anhänger rund um den
Paradeplatz einen PR-Wirbel wie nie zuvor. Es scheint, als hätten sie alle
Kräfte gesammelt, um nun mit einer geballten Aktion auf Kundenfang zu gehen.
Dutzende von Scientologen verteilen Rosen, Broschüren und Ballons, um dann die
überraschten Passanten zum Besuch einer Ausstellung über Scientology in der
alten Börse zu überreden. Ausserdem machen 125 grossformatige Plakate in Zürich
auf die Scientology-Show aufmerksam.
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- Viele Anwohner und Geschäftsinhaber sind
nicht erfreut, dass der Paradeplatz fest in der Hand der Scientologen ist. Bis
spät in die Nacht bearbeiten sie die Passanten. "Es ist ätzend", sagte die
Geschäftsführerin einer Boutique. "Viele Kunden fühlen sich belästigt. Mehrere
riefen sogar ins Geschäft an und sagten, sie würden erst wieder in die Boutique
kommen, wenn die Aktion der Scientologen vorbei sei."
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- Die Reklamationen von
Anwohnern und Geschäftsinhabern trug teilweise Früchte. In den ersten Tagen
seien die Scientologen sehr aggressiv gewesen, bestätigten mehrere Mitarbeiter
der umliegenden Geschäfte. Die Interventionen der Betroffenen und auch der
Polizei hätten aber dazu geführt, dass sich die Sektenanhänger mässigten. "Sie
mussten das Plakat von der Hauswand nehmen und stellten die Musik leiser", sagte
die Mitarbeiterin einer Boutique. Beobachtungen zeigen aber, dass einzelne
Scientologen immer noch hart zur Sache gehen und gelegentlich Passanten am Arm
packen, um sie "abschleppen" zu können. Ein Polizist, der am Dienstag auf der
Bahnhofstrasse zufällig eine solche Szene beobachtete, hatte zuerst geglaubt, es
handle sich um einen Trickdieb.
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- Die Scientologen sprechen die Passanten vor
allem auf das Drogenproblem an und verteilen eine Broschüre mit dem Titel "Der
Weg zu einem Leben ohne Drogen". Anwohner ärgern sich darüber, dass die
Scientologen die Aufmerksamkeit der Passanten mit diesem aktuellen sozialen
Thema erheischen. In der Ausstellung mit den 300 Schautafeln und Fotos geht es
aber nicht nur um das Drogenproblem, sondern vor allem auch um die Sekte und die
Verehrung des Scientology-Gründers Ron Hubbard. Als eine der Hauptattraktionen
propagieren die Scientologen in den Ausstellungsprospekten den
Hubbard-Elektro-Meter, der laut Scientology seelische Ladung messen soll, in
Wirklichkeit aber eine Art Lügendetektor ist. Demonstrationen mit dem
umstrittenen Gerät können ahnungslose Besucher durchaus beeindrucken. Laut
Pressemitteilung lassen sich täglich rund 500 Passanten von den Scientologen in
die Ausstellung locken.
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- Beim TA meldeten sich viele verärgerte Zürcher. Sie
können nicht begreifen, dass die Scientologen die alte Börse, die dem Kanton
gehört, mieten durften und ungehindert auf der Strasse Broschüren verteilen
können. Die Sekte ist dem Vernehmen nach in Untermiete eines Nachtklubs.
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- Die
Polizei klärt ab
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- Auch die Stadtpolizei hat viele Anrufe von erbosten
Passanten bekommen. Zur rechtlichen Situation sagte ein Sprecher, das Verteilen
von Rosen sei erlaubt. Wer hingegen eine Broschüre abgebe, brauche in der Regel
eine Bewilligung. "Wir klären zurzeit ab, ob die Scientologen die Grenze des
Erlaubten überschreiten", sagte er. Passanten, die sich belästigt fühlen, können
eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Allerdings müssen sie die Person
bezeichnen können, von der sie sich bedrängt gefühlt haben, präzisierte der
Polizeisprecher.
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- Zur Ausstellung gab es auch ein reiches Rahmenprogramm. So
hielten die Scientologen auf dem Bürkliplatz einen öffentlichen Gottesdienst ab,
eine Jazzband spielte auf der Rathausbrücke und der Pestalozzi-Wiese. Ausserdem
veranstalteten die Scientologen täglich Demonstrationen, Vorträge und
Podiumsgespräche. Die Aktion dauert noch bis zum kommenden Wochenende.
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- Der Spiegel, 09.07.2001, Marion Kraske (Teil
1)
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- K A M P F G E G E N S C I E N T O L O G Y
- Der Krake
schwächelt
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- Mitgliederschwund, finanzielle Probleme und kritische
Gerichtsurteile - der deutschen Sektion der Scientology-Organisation geht es
schlecht. Einen großen Anteil daran hat auch die Hamburger Arbeitsgruppe
Scientology, die der Gruppierung seit knapp zehn Jahren Paroli
bietet.
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- Hamburg - Rosen, Handzettel und ein eingefrorenes Lächeln - mit
diesen Mitteln geht Scientology in einigen Städten wieder auf Mitglieder-Fang.
Sie hat es wohl nötig. Denn entgegen anderslautender Propaganda scheint der
Organisation die Puste auszugehen. "In Deutschland kriegen die keinen Fuß auf
den Boden", bilanziert Ursula Caberta, Hamburgs Scientologybeauftragte, ihren
jahrelangen Kampf gegen die Organisation.
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- Seit 1992 ist die ehemalige
Bürgerschaftsabgeordnete mit der Arbeitsgruppe Scientology im Auftrag der
Innenbehörde im Einsatz. Mit beachtlichem Erfolg. Zahlreiche zahlungskräftige
Mitglieder hätten die Organisation verlassen und wichtige Informationen
geliefert, so Caberta. Und auch Scientology räumt ein, dass es einige Mitglieder
gegeben hat, die "dem vielfältigen Druck" von außen "nicht auf Dauer Stand
halten konnten". Andererseits habe man jedoch "viele Mitglieder" hinzugewinnen
können - wie viele sagt die Organisation indes nicht. Auch nicht, wie sich die
Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren entwickelt haben.
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- Das Anwerben
neuer Mitglieder werde für den Psychokonzern immer schwerer, berichtet Caberta.
"Die Bevölkerung ist heute bestens über deren Machenschaften informiert."
Entwarnung will die Scientology-Gegnerin, die aufgrund ihres unnachgiebigen
Einsatzes gegen die Organisation als rotes Tuch gilt, allerdings nicht geben.
"Man darf sich bei der Truppe nicht in Sicherheit wiegen", betont sie. Der
Konzern wolle nach wie vor die politische und wirtschaftliche Macht an sich
reißen.
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- Ein Fall für den Verfassungsschutz
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- Anders als bei der
starken Mutterorganisation in Amerika, die einen steuerbefreiten Status und
damit zahlreiche Vorteile genießt, ist die Mitgliederzahl in Deutschland nach
Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz, das die Organisation seit
1997 ins Visier nimmt, seit einigen Jahren leicht rückläufig. Insgesamt zählte
Scientology danach im vergangenen Jahr bundesweit rund 5000 bis 6000 Mitglieder
- die Organisation selbst behauptet, sie käme auf mehr als 30.000 Mitglieder.
Das Ziel der Scientologen sei es, so die Verfassungsschützer, wichtige
Schaltstellen zu besetzen und eine scientologische Gesellschaftsordnung zu
gründen; im Gegenzug sollen im Grundgesetz verankerte Werte beseitigt
werden.
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- Eines der wichtigsten Betätigungsfelder der totalitär
durchstrukturierten Organisation ist der Immobiliensektor. Doch auch hier haben
die Mitglieder es zunehmend schwerer. Während in den achtziger Jahren noch ein
Drittel der in Eigentum umgewandelten Wohnungen durch Scientology vermittelt
worden seien, ist der Anteil seitdem nach Einschätzung der Hamburger
Arbeitsgruppe stark zurückgegangen.
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- Scientology und der
Psycho-Boom
- Momentan profitiert die Organisation von dem "unglaublich
boomenden Psycho-Markt", so Caberta. In Zeiten von
"Tschaka-tschaka-du-schaffst-es"-Gurus vom Schlage eines Jürgen Höller und
Selbsterfahrungstrips inklusive Insekten-Würmer-Mahlzeiten für die ausgebrannte
Manager-Seele setzen viele Firmen bei der Motivation ihrer Mitarbeiter zunehmend
auf Kommunikationsseminare von externen Trainern.
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- "Hier ist Scientology sehr
aktiv", berichtet Caberta. Mit Aus- und Fortbildungsseminaren werde sozusagen
die "Einstiegsdroge" verabreicht, die Teilnehmer werden in scientologisches
Denken und Handeln eingeführt. In den vergangenen Jahren wurden nach
Erkenntnissen der Hamburger Arbeitsgruppe wesentlich mehr Mitglieder auf diesem
Wege rekrutiert als beim üblichen "Anbaggern" auf der Straße.
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- Der Spiegel, 09.07.2001, Marion Kraske (Teil 2)
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- Die
Geheimwaffe gegen Scientology
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- Hamburg - Tatsächlich ist es für
Unternehmen schwierig, im breiten Psycho-Angebot zwischen harmlosen Anbietern
und Scientology-Mitgliedern zu unterscheiden. Aus diesem Grund arbeitet die
Hamburger Anti-Scientology-Crew eng mit den Handelskammern zusammen. Ihr Ziel:
Der Wirtschaft zu helfen, sich vor den Infiltrationsversuchen der Scientologen
zu schützen. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei die so genannte
Technologieerklärung, die Caberta und ihre Mannschaft entwickelt haben.
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- Darin
müssen entweder Firmen oder aber Mitarbeiter und Seminarleiter erklären, dass
sie die Technologien von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard ablehnen. "Für
Scientologen eine echte Todsünde", erklärt Caberta. Die Leugnung Hubbards samt
der von ihm propagierten Techniken werde als Schwerverbrechen angesehen, eine
Unterzeichnung der Erklärung sei damit für Mitglieder nicht möglich. "Das
funktioniert", berichtet Caberta nicht ohne Stolz in der Stimme. Ein wichtiges
Einfallstor der Organisation werde so erheblich verkleinert. "Wir haben die
damit ein Stück weit im Griff."
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- Und auch im Öffentlichen Dienst hat man
inzwischen die Gefahr erkannt, die bei der Aus- und Weiterbildung lauert. Mit
einer Schutzerklärung, die jeder Seminarleiter seit März dieses Jahres
bundesweit für Schulungen im Staatsdienst unterschreiben muss, sollen Beamte vor
der Ideologie der Scientologen geschützt werden - und mit ihnen der gesamte
Öffentliche Dienst.
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- Scientologys Geheimdienst
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- Dass der Kampf gegen
Scientology nicht ohne Folgen ist, hat Ursula Caberta am eigenen Leib erfahren.
Seit Jahren werde sie vom Geheimdienst der Organisation bespitzelt. Anrufe bei
Freunden und Bekannten oder gezielte Fragen bei Nachbarn seien jahrelang an der
Tagesordnung gewesen, berichtet die Scientology-Gegnerin fast gelangweilt. "Für
meinen Job muss man starke Nerven haben."
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- Vor dem Verwaltungsgericht des
Saarlandes, das sich mit der Klage Scientologys gegen die Überwachung durch den
saarländischen Verfassungsschutz befassen musste, hat ein Vertreter der
Organisation die Verantwortung für eine "operative Maßnahme" gegen die Leiterin
der Arbeitsgruppe abgelehnt. In ihrem Urteil vom 29. März 2001, mit dem die
Klage abgewiesen wurde, stellte die Kammer jedoch fest, Scientology habe die
Methoden zum Vorgehen gegenüber der Leiterin der Hamburger Arbeitsgruppe
gerechtfertigt. Das Landesamt für Verfassungsschutz des Saarlandes formulierte
deutlicher, was unter diesen Methoden zu verstehen ist, nämlich der "Einsatz
nachrichtendienstlicher Mittel".
-
- Rücksichtloser Umgang mit
Kritikern
-
- Die "operative Maßnahme" gegenüber Caberta lässt Rückschlüsse
auf die generelle Vorgehensweise der Organisation zu, die sich selbst gerne als
Kirche oder Religionsgemeinschaft bezeichnet. Nach dem Urteil der saarländischen
Richter, gegen das Scientology inzwischen Rechtsmittel eingelegt hat, kommt der
Absolutheitsanspruch der Scientologen vor allem darin zum Ausdruck, dass
gegenläufige oder andersartige Auffassungen eliminiert und totale Disziplin
gefordert wird, vor allem aber auch im rücksichtlosen Umgang mit
Kritikern.
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- Auch ein von der nordrhein-westfälischen Landesregierung in
Auftrag gegebenes Gutachten des Frankfurter Politikwissenschaftlers Hans-Gerd
Jaschke kommt zu dem Schluss, dass Scientology "alle Merkmale einer totalitären
Organisation und Weltanschauungsgemeinschaft" aufweist.
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- Aus ihren zahlreichen
Gesprächen mit Aussteigern weiß Caberta, was damit gemeint ist. Es wird gedroht,
Druck ausgeübt, eingeschüchtert. Genau mit diesem Mittel versucht die
Organisation zurzeit ihre profilierteste Widersacherin in Deutschland mundtot zu
machen. Der Vorwurf gegen Caberta lautet auf Bestechlichkeit und Vorteilsnahme,
der Psycho-Konzern stellte deshalb Strafanzeige. Inzwischen ermittelt die
Hamburger Staatsanwaltschaft in dieser Angelegenheit. Scientology behauptet, bei
einem Besuch in den USA habe die Leiterin der Hamburger Arbeitsgruppe von dem
amerikanischen Geschäftsmann und bekannten Scientology-Gegner Bob Minton Geld
angenommen. Caberta, die sich bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht näher zu
den Vorwürfen äußern will, sieht diese neuen Angriffe gegen sie als Teil der
Gesamtstrategie Scientologys, unliebsame Kritiker zu torpedieren. Dazu gehöre
auch eine Scientology-Petition bei der Hamburger Bürgerschaft mit dem Ziel, sie
aus dem Amt zu entfernen.
-
- Auch davon zeigt sich Caberta unbeeindruckt. Um
gegen die Maßnahmen der Organisation vorgehen zu können, fordert sie für
Deutschland gesetzliche Regelungen - ähnlich dem im Juni in Frankreich
verabschiedeten so genannten Anti-Sektengesetz. "Psychische Körperverletzung
muss auch bei uns strafrechtlich geahndet werden können", verlangt Caberta. Und:
"Verantwortliche übergeordnete Organisationen sollen endlich für die Taten ihrer
Mitglieder zur Verantwortung gezogen werden können."
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- Tagesanzeiger, 28.06.2001
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- Breitseite gegen
Scientology
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- Der Berner Künstler Housi Knecht und Scientology haben von
der Staatsanwaltschaft Basel eine Abfuhr erlitten.
-
- Für die Staatsanwaltschaft
Basel ist Scientology ein vertrauensunwürdiger, destruktiver, also
zerstörerischer Kult. Ausserdem sprach der zuständige Strafverfolger der Sekte
den Religionsstatus weit gehend ab. All dies und einiges mehr ist die Antwort
auf eine Strafanzeige, die der bekannte Berner Künstler und Scientologe Housi
Knecht gegen die Basler Grossrätin Susanne Haller eingereicht hatte.
Doch
schön der Reihe nach. Knecht fühlte sich wegen seiner Mitgliedschaft bei
Scientology diskriminiert. Er hatte für das Welt-Kinderfestival im letzten Jahr
eine Skulptur geschaffen. Nachdem die Scientology-Kritikerin Susanne Haller dem
Veranstalter signalisiert hatte, dass Knecht Scientologe ist, wurde er aber
wieder ausgeladen. Dies wertete der Künstler als Verletzung der Rassismusnorm,
weshalb er Haller anzeigte. Die Staatsanwaltschaft Basel schmetterte den Antrag
nun aber ab. Scientologen fehle es an einer Beziehung zu Gott, was aber nötig
sei, um im gesetzlichen Sinn als religiöse Gruppe zu gelten. Es gebe in der
Lehre auch kein Dogma über die Existenz Gottes.
-
- Weiter wirft die
Staatsanwaltschaft die Frage auf, ob Scientology nicht "unter dem Deckmantel der
Religionsgemeinschaft rein wirtschaftliche Interessen" verfolge. Sie bezieht
sich dabei auf die aggressiven Werbe- und Verkaufsmethoden und die teuren Preise
der Kurse.
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- "Scientology entbehrt ausserdem des Freiheitlichen", schreibt die
Staatsanwaltschaft weiter. Intensive Beeinflussung und strikte Kontrollen
prägten die Tätigkeit der Organisation. Wer die Anordnungen der Kaderleute
versäume, begehe nach scientologischer Lehre ein Verbrechen. Wer sich öffentlich
von Scientology abkehre, sogar ein Schwerverbrechen. Vieles in der Organisation
deute auf Zwänge und psychische Abhängigkeiten hin.
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- Die Staatsanwaltschaft
kritisiert auch den Umgang von Scientology mit Kritikern. Im Scientology-Buch
"Ethik" heisse es, diese müssten sich achten, dass sie nicht in der Dunkelheit
dumpf aufs Strassenpflaster klatschten oder "das ganze feindliche Lager als
Geburtstagsüberraschung in riesigen Flammen" aufgehe.
-
- Der Strafverfolger
stützt sich weiter auf verschiedene Gerichtsurteile in der Schweiz und in
Deutschland, in denen Scientology kritisch beurteilt würden. Die Organisation
zeige eine "verfassungsfeindliche Bestrebung", sei gegen die freiheitlich
demokratische Grundordnung gerichtet und ein "menschenverachtendes Kartell der
Unterdrückung", urteilten die Gerichte.
-
- In Basel bläst den Scientologen
ohnehin ein steifer Wind ins Gesicht: Ein europaweit einzigartiges Gesetz
verbietet den Kultanhängern, auf öffentlichem Grund aggressiv neue Mitglieder zu
werben.
Index
- Deutsche Presse-Artikel
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